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Fortnite Battle Royale: Deutscher Cheatentwickler beugt sich Druck von Epic Games

Cheats wie einen sichtbaren Kasten um feindliche Spieler hat ein aus Bayern stammender Entwickler für Titel wie Fortnite angeboten. Nach einer Klage von Epic Games gibt er auf. Zuvor soll er angeblich sogar von den Privatdetektiven eines anderen Publishers bespitzelt worden sein.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Fortnite Battle Royale (Bild: Epic Games)
Artwork von Fortnite Battle Royale Bild: Epic Games

Die Spielebranche geht derzeit verstärkt gegen kleinere Anbieter von rechtlich zweifelhafter Software vor. Während Nintendo sich mit der ROM-Szene anlegt , hat Epic Games offenbar einen Hersteller von Cheats zum Aufgeben bewegt. Jedensfalls schreibt das der Eigentümer des laut Firmenangaben in Bayern ansässigen Unternehmens Engine Owning. In seinem Forum gibt er unter dem Pseudonym Skyfail(öffnet im neuen Fenster) Anfang August 2018 bekannt: Nachdem er über ein Gericht in Frankfurt eine Unterlassungserklärung von Epic Games erhalten habe, wolle er nun gar keine Cheats mehr anbieten.

Interessant sind unter anderem die Maßnahmen, mit denen ihn Activision zuvor unter Druck gesetzt haben soll. Dabei ist es offenbar vor allem um Call of Duty gegangen, für das Skyfail ebenfalls Cheats verkauft haben soll. Die aus den USA stammenden Unterlassungserklärungen soll ein Privatdetektiv persönlich überbracht haben. Die Firma habe seinen Internetprovider mehrfach dazu bewergen wollen, das Angebot von Engine Owning vom Netz zu nehmen. Gleichzeitig sollen mehrere Privatdetektive ihm hinterhergeschnüffelt haben.

Fortnite – Trailer (Battle Royale Gameplay)
Fortnite – Trailer (Battle Royale Gameplay) (01:19)

Letztlich habe man sich dem Druck von Activision aber nicht gebeugt, weil das Unternehmen seine rechtlichen Mittel nur in den USA, aber nicht in Deutschland tatsächlich hätte durchsetzen können – bei Epic Games und Fortnite sei das nun eben anders.

Außerdem hätten die jüngsten Erfolge von Blizzard mit seinen Klagen gegen den ebenfalls aus Deutschland stammenden Cheatanbieter Bossland GmbH eine Neubewertung der Lage erforderlich gemacht: "Weil die Kämpfe vor Gericht mich viel mehr gekostet hätten, als sich eine kleine Firma wie meine leisten kann, musste ich die einstweilige Verfügung akzeptieren" , schreibt Skyfail, der nun den Verkauf seiner Firma plant.


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