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Forschungsreaktor: Radioaktives C-14 in Garching ausgetreten

Obwohl am Forschungsreaktor nahe München gerade nicht gearbeitet wird, ist Radioaktivität ausgetreten.
/ Peter Steinlechner , dpa
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Der Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München (Bild: W. Schürmann / TUM)
Der Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München Bild: W. Schürmann / TUM

Am Garchinger Forschungsreaktor FRM II ist Radioaktivität ausgetreten, aber für Menschen und Umwelt habe nach Angaben der Betreiber zu keiner Zeit Gefahr bestanden. Der Jahresgrenzwert des radioaktiven Nuklids C-14 sei überschritten worden, teilte die Technische Universität München (TUM) als Betreiberin auf ihrer Homepage(öffnet im neuen Fenster) mit.

Es sei eine "geringfügige Überschreitung" des in der Betriebsgenehmigung festgelegten Wertes bei der C-14-Ableitung über den Kamin in die Atmosphäre festgestellt worden.

Der Jahresgrenzwert sei um rund 15 Prozent überschritten worden, sagte FRM II-Sprecherin Anke Görg auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur (dpa) am 16. Mai 2020.

Bei einer Ausschöpfung des Grenzwertes liege die theoretische Belastung der Bevölkerung bei maximal 3 Mikrosievert. Das sei weniger als der Wert bei einer Röntgenaufnahme beim Zahnarzt.

Wegen der Corona-Beschränkungen ist der Betrieb des Reaktors seit 17. März auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, da Gastwissenschaftler nicht vor Ort arbeiten können. Welche Auswirkungen der Vorfall für den weiteren Betrieb habe, sei offen. Darüber müsse das bayerische Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde entscheiden.

Die Meldung sei nach der atomrechtlichen Meldeverordnung in die "Kategorie E" als eilbedürftig eingestuft worden, habe aber nach der internationalen Bewertungsskala (INES) die Stufe 0, das stehe für keine oder eine sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung.


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