Forschungsministerium: 70 Millionen-Forschungsprojekt zur Datenanonymisierung

Das Bundesforschungsministerium fördert die Erforschung und Entwicklung von Verfahren zur Anonymisierung personenbezogener Daten in den kommenden Jahren mit 70 Millionen Euro. Das sagte Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Bis mindestens Ende 2025 soll ein entsprechendes Forschungsnetzwerk mit dieser Summe unterstützt werden. Gefördert werden einzelne oder auch übergreifende Forschungsprojekte.
Es gehe darum, die Digitalisierung und damit die Nutzung von Daten voranzutreiben und gleichzeitig für besseren Datenschutz sorgen, sagte Stark-Watzinger. "Ziel ist es, Technologien, Verfahren und Methoden zu entwickeln, um personenbezogene Daten zu anonymisieren und sie dadurch rechtskonform für datenbasierte Dienste und Innovationen nutzbar zu machen." Datenschutz hemme Innovation nicht, sondern könne Triebfeder der Digitalisierung sein.
Potenzial der Digitalisierung ausnutzen
In der Förderrichtlinie des Ministeriums(öffnet im neuen Fenster) zu dem Projekt heißt es zur Begründung: "Das Spannungsfeld zwischen Datennutzung und Datenschutz führt aktuell dazu, dass das Potenzial der Digitalisierung und darauf aufbauender Anwendungen, Dienste und Geschäftsmodelle in Deutschland noch nicht umfassend genutzt wird."
Als Beispiele für Daten die nutzbar gemacht werden sollen, werden Patientendaten und autonomes Fahren genannt. In der Vergangenheit ist es Forschern immer wieder gelungen, Daten und Datensätze, die angeblich anonymisiert wurden, mit relativ wenig Aufwand wieder zu deanonymisieren, also den Personen zuzuordnen, zu denen die Daten gehören.



