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Forschungsfinanzierung: Deutsche Forscher arbeiten für das US-Militär

Forschungseinrichtungen sind auf Drittmittel bei der Finanzierung ihrer Arbeit angewiesen. Dabei nehmen sie auch Geld vom US-Verteidigungsministerium an - und arbeiten an rein militärischen Projekten.

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US-Verteidigungsministerium (Symbolbild): über 10 Millionen US-Dollar seit 2000
US-Verteidigungsministerium (Symbolbild): über 10 Millionen US-Dollar seit 2000 (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Deutschland hält sich aus den Kriegen der USA heraus. Zumindest offiziell. Allerdings heuert das US-Verteidigungsministerium seit Jahren deutsche Wissenschaftler an. Einige Projekte haben auch zivilen Nutzen, andere sind aber rein militärisch, haben der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) herausgefunden.

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Der deutsche Forschungsbetrieb habe, so berichten NDR und SZ, seit dem Jahr 2000 über 10 Millionen US-Dollar aus dem US-Verteidigungshaushalt erhalten. Davon flossen über neun Millionen an Universitäten. Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft oder das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik bekamen über eine Million US-Dollar. Mindestens 22 Hochschulen und Forschungsinstitute haben laut den Recherchen von NDR und SZ Forschungsgelder vom US-Verteidigungsministerium bekommen. Darunter seien auch welche, die sich verpflichtet haben, nur zivile Forschung zu betreiben.

Zivil und militärisch

Einige der betroffenen Forschungsprojekte sind nicht nur militärisch. Was hier entwickelt wird, lässt sich ebenso gut im Zivilleben nutzen: An der Universität des Saarlandes in Saarbrücken arbeiten Wissenschaftler an Modellen zur Spracherkennung, die sich für friedliche Zwecke, aber auch für Spionage nutzen lassen. Frankfurter Wissenschaftler untersuchten Erdbeben im Iran, aber mit Seismik können auch Atombombentests erfasst werden.

Andere Projekte haben eine ganz klar militärische Ausrichtung: An der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeiten Chemiker daran, den Sprengstoff Hexogen umweltfreundlicher zu machen: Hexogen enthält einen Giftstoff, der das Personal bei der Reinigung von Truppenübungsplätzen, aber auch Soldaten und Zivilisten gefährdet. Das sollen die Münchner ändern. An der Universität in Marburg wird eine Minidrohne entwickelt. Fraunhofer-Forscher arbeiten an Panzerglas und an Sprengköpfen.

Auskunftspflicht

Hochschulpolitiker zeigten sich überrascht von der Forschungsförderung aus Washington - und davon, dass diese im Geheimen gehandhabt wurde. Hochschulen seien öffentliche Einrichtungen, die mit öffentlichen Geldern finanziert werden. "Wenn sie anderswo irgendwo Drittmittel einwerben, Kooperationen eingehen, dann hat die Öffentlichkeit das Recht zu erfahren, mit wem sie kooperieren. Was wird gemacht und wie viel Geld fließt?", sagte Swen Schulz, hochschulpolitischer Sprecher der SPD, dem NDR.

Auch in Forscherkreisen hat diese Art der Finanzierung nicht nur Anhänger: "Forschen für den Krieg ist ethisch nicht verantwortbar", sagt der Geschäftsführer der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), Reiner Braun. Darunter fallen für ihn auch Projekte, die ebenso zivil wie militärisch genutzt werden. Diese Forschung sei "zumindest eine Teilforschung fürs Töten und für Krieg - und damit abzulehnen". Der Verein, zu dessen Gründern Max Born, Otto Hahn, Werner Heisenberg, Max von Laue und Carl Friedrich von Weizsäcker gehörten, tritt für eine verantwortungsvolle, friedliche und nachhaltige Forschung ein.



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Neuro-Chef 30. Nov 2013

Kein Problem, ich fand's nur witzig :-)

petergriffin 26. Nov 2013

ich kann aus Erfahrung nur sagen das Deutschland un die EU sehr geizig sind was...

Apollo13 26. Nov 2013

... heißt das also. "Darunter fallen für ihn auch Projekte, die ebenso zivil wie...

trolling3r 26. Nov 2013

Jetzt kann man sich schon für 1 Mio. pro Jahr einkaufen.

nicoledos 26. Nov 2013

Wir wollen zwar keine Waffen, Krieg ist böse, etc. Aber unsere Waffentechnik ist Weltweit...


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