Forschungsetat: Unternehmen investieren mehr als zuvor in die Entwicklung

Endlich drei Prozent: Deutsche Unternehmen, allen voran die Autohersteller, haben 2015 sehr viel Geld in die Forschung investiert. Erstmals wurde das Ziel erreicht, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung auszugeben.

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Forschungsministerin Johanna Wanka: Forschung als die Basis für den Technologiestandort Deutschland
Forschungsministerin Johanna Wanka: Forschung als die Basis für den Technologiestandort Deutschland (Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Das ist Rekord: So viel Geld wie im Jahr 2015 haben deutsche Unternehmen zuvor noch nicht in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Die Ausgaben beliefen sich auf 62,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 2014 gaben die Unternehmen 9,5 Prozent mehr Geld für FuE aus.

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Das sei "ein großer gemeinsamer Erfolg von Staat und Wirtschaft", sagte Ministerin Johanna Wanka. "Forschung ist die Basis für Deutschlands starke Position als Technologiestandort."

Die Autoindustrie gibt am meisten aus

Am meisten geforscht und entwickelt wird in der Autoindustrie: Die Unternehmen gaben 21,7 Milliarden Euro für Forschung im eigenen Haus aus. Hinzu kamen Forschungsaufträge an Forschungseinrichtungen oder anderen Unternehmen im Wert von etwa 10,2 Milliarden Euro. Die Pharmaindustrie hingegen ließ forschen: Die Unternehmen gaben im vergangenen Jahr 25 Prozent mehr Geld für Forschungsaufträge aus. Die Ausgaben für eigene Forschung sanken um knapp 1 Prozent.

Auch kleine Unternehmen entwickeln

Entwicklungsarbeit betreiben aber nicht nur die Großunternehmen. "Nach Jahren der Stagnation investieren kleine und mittlere Unternehmen wieder stärker in eigene Forschung", sagte Wanka. Das sei "besonders erfreulich". Mehr Ausgaben im Bereich Forschung bedeuten auch Arbeitsplätze in diesem Bereich: 2014 gab es in den Forschungsabteilungen der Unternehmen 416.000 Vollzeitstellen - knapp 12 Prozent mehr als im Jahr davor.

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Erstmals ist auch das Ziel der Bundesregierung erreicht worden, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung auszugeben. 2014 waren es 2,88 Prozent. Die Europäische Union (EU) hatte im Jahr 2000 die Mitgliedstaaten aufgerufen, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aufzuwenden, damit Europa wettbewerbsfähig bleibt. Deutschland gehört zu den ersten, die das geschafft haben.

"Das Drei-Prozent-Ziel haben Wirtschaft und Staat gemeinsam erreicht", sagte Andreas Barner, der Präsident des Stifterverbandes. Der Stifterverband erhebt jedes Jahr die FuE-Zahlen im Auftrag des Forschungsministeriums. Seit 2005 habe die Wirtschaft über 110.000 Arbeitsplätze in dem Bereich geschaffen. Die Bundesregierung habe seitdem die FuE-Ausgaben um mehr als 60 Prozent gesteigert, sagte Wanka.

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