Forschung: Toyota steckt Milliarden in autonome Autos

Toyota gründet ein neues Unternehmen, um Software für automatisiertes Fahren zu entwickeln. Die Investitionen liegen bei umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört mehrheitlich Toyota und soll im Kampf um die besten Talente gegen Waymo und Uber mitmischen.

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Das Mehrzweckfahrzeug E-Palette von Toyota
Das Mehrzweckfahrzeug E-Palette von Toyota (Bild: Toyota)

Toyota will wie seine Konkurrenz ebenfalls autonom fahrende Autos bauen und hat dazu ein Unternehmen gegründet, an dem auch seine Zulieferer Denso und Aisin Seiki zu jeweils fünf Prozent beteiligt sind. Das neue, in Tokio ansässige Unternehmen soll später rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, aktuell sind es 300.

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Dort soll die Software-Entwicklung für autonom fahrende Autos von Toyota vorangetrieben werden. Das Toyota Research Institute-Advanced Development soll sich dem Wettbewerb um Talente stellen, die sich sonst auch bei Googles Mutterkonzern Alphabet beziehungsweise dessen Konzerntochter Waymo und bei Tesla bewerben. Das ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass Englisch die Hauptgeschäftssprache des neuen Unternehmens sein wird. Geleitet wird das neue Unternehmen von James Kuffner, dem Chef von Toyotas bisheriger Forschungsabteilung für autonomes Fahren.

"Die Entwicklung von Software in Produktionsqualität ist ein kritischer Erfolgsfaktor für das automatisierte Fahrprogramm von Toyota", so Kuffner. "Wir werden weltweit rekrutieren."

Das Toyota Research Institute in den USA bleibt bestehen. Anfang 2018 hatte Toyota eine neue Version seines autonomen Testfahrzeugs vorgestellt. Das Fahrzeug - ein Lexus LS 600hL - ist mit Lidar, Radar und Kameras ausgerüstet. Die Sensoren sollen die Umgebung im Radius von 200 Metern rund um das Fahrzeug erfassen. Konkurrent Velodyne schafft mit seinem Lidar HDL-64E eine Reichweite von 120 Metern, während der erheblich günstigere VLP-16 nur auf 100 Meter kommt.

Ebenfalls im Januar 2018 zeigte Toyota auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas den E-Palette. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug in der Größe eines kompakten Lieferwagens mit einem modularen Innenleben, das den fahrenden Raum zum Bus oder Lieferwagen macht. Das Mehrzweckfahrzeug könnte auch in andere Räume umgewandelt werden, etwa in ein rollendes Büro, ein Hotelzimmer mit Bett, ein Minirestaurant, ein Geschäft oder gar eine Arztpraxis.

Die Fahrzeuge könnten, abgesehen von Wartung- und Reinigungszeiten, nach Ansicht von Toyota-Chef Akio Toyoda kontinuierlich unterwegs sein. Das Konzept soll bereits für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio umgesetzt werden.

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