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Forschung: Schweine können Computerspiele

Per Joystick können Schweine – per Schnauzensteuerung – erstaunlich komplexe Aufgaben auf dem Bildschirm ausführen.
/ Peter Steinlechner
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Schweine beim Sport (Bild: Mark Kolbe/Getty Images)
Schweine beim Sport Bild: Mark Kolbe/Getty Images

Das Panepinto-Minischwein Ivory hat offenbar die größten Chancen auf eine Karriere als Pro Gamer – jedenfalls unter seinesgleichen. Zumindest hat Ivory in einer im Februar 2021 veröffentlichten Studie der Purdue University(öffnet im neuen Fenster) (US-Bundesstaat Indiana) mit vier Artgenossen am besten abgeschnitten.

Die Schweine konnten ein einfaches Computerspiel erstaunlich erfolgreich absolvieren. Mit ihrer Schnauze steuerten sie einen Joystick so, dass ein Cursor auf einem Bildschirm vor ihnen an eine von mehreren zufällig eingeblendeten Wänden stieß.

Sobald das klappte, bekamen die Tiere ein akustisches Signal und vor allem ein Leckerli als Belohnung. Für die Aufgabe mussten die Schweine verstehen, welcher Zusammenhang zwischen den Steuerungsbewegungen und dem Cursor auf dem Monitor besteht.

Auch zwei junge Yorkshire-Schweine namens Hamlet und Omelette waren bei der Bewältigung der Aufgabe erfolgreich. Aber nur, solange sie den Cursor zu einer oder zu zwei Wänden steuern sollten. Wenn es mehr Wände waren, schnitten sie schlechter ab als bei zufälligen Steuerungsbewegungen.

Erfolgreich trotz Schnauzen-Buffs

Ivory und ein weiteres Minischwein namens Ebony waren auch bei drei Wänden besser als der Zufall – allerdings mit einem riesigen Vorteil: Sie wurden über 15 Monate lang von den Wissenschaftlern trainiert und immer wieder getestet.

Laut einem Bericht des Guardian(öffnet im neuen Fenster) gibt es Tierarten, die bei vergleichbaren Experimenten noch besser abschneiden, darunter Rhesusaffen. Allerdings haben die Schweine ein paar besondere Hürden zu meistern.

Unter anderem sind sie weitsichtig, und sie müssen mit der relativ komplexen Schnauzensteuerung klarkommen. Damit dürften auch Menschen ein paar Probleme haben – unter anderem, weil man immer wieder abwechselnd zum Boden und zum Bildschirm blicken muss.

"Möglicherweise können Schweine mehr lernen und verstehen, und auf mehr reagieren, als wir uns bisher vorgestellt haben", fasst einer der Forscher die Ergebnisse laut The Guardian zusammen.


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