Forschung: Perfekter Kaffeegenuss dank Elektrochemie
Wissenschaftler der University of Oregon(öffnet im neuen Fenster) haben eine einfache Möglichkeit entwickelt, das Geschmacksprofil einer Tasse Kaffee zu bewerten: mit Elektrochemie.
Da Kaffeebohnen landwirtschaftliche Produkte sind, gibt es wie bei jeder anderen Nutzpflanze verschiedene Variablen, die die Attribute einer bestimmten Ernte beeinflussen können. Obwohl Kaffeeliebhaber keinen Einfluss auf die Ernte haben, verändern Röstgrad und Extraktionsstärke das Aroma. Faktoren wie Mahlgrad, Röstzeit, Brühzeit und Temperatur entscheiden beim Brühen über den Geschmack – eine Konstanz ist kaum zu erreichen.
Der Genuss von Kaffee
Es gibt fünf Grundvariablen, die den Kaffeegeschmack und die Intensität beeinflussen: Masse des Kaffees, Wassermasse, Wassertemperatur, Mahleinstellung und Brühzeit. Verschiedene Brühmethoden beeinflussen die Qualitäten des Extrakts in unterschiedlichem Ausmaß.
Gängige Refraktometer messen nur die Stärke, während präzise Laboranalysen zu teuer und zeitaufwendig sind. Zwar könnte die Flüssigchromatografie-Massenspektrometrie diese Aufgabe erfüllen, doch langsame Durchlaufzeiten, hohe Gerätekosten und das technische Fachwissen, das erforderlich ist, um aus der komplexen Kaffeematrix brauchbare Daten zu extrahieren, machen dies zu einer unpraktischen Lösung.
Die Lösung liegt in der Elektrochemie
Mithilfe der Elektrochemie lassen sich sowohl Konzentration als auch Zusammensetzung gemeinsam untersuchen. In der Batterieindustrie wird ein Potentiostat verwendet, um die Leistung von Batterien und Brennstoffzellen zu testen, indem die Spannung zwischen einer Arbeitselektrode und einer Referenzelektrode gesteuert wird. Dadurch wird eine genaue Messung des Stromflusses ermöglicht.