Forschung: Messgerät erkennt Angriffe mit EMP-Waffen
Forscher am Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) in Euskirchen haben einen Detektor(öffnet im neuen Fenster) für Angriffe mit elektromagnetischen Waffen entwickelt. Durch die Matrix-Filme sind solche Attacken als EMP bekanntgeworden, kurz für "elektromagnetischen Puls" . Im Gegensatz zu anderen Energiewaffen wie Laser oder Maser soll der Detektor vor allem Mikrowellen mit hoher Leistung erkennen.
Dazu haben die Wissenschaftler drei Elemente konstruiert: eine Antenne, ein Messgerät und Software. Die beiden ersten Komponenten werden an dem Ort aufgestellt, an dem ein Mikrowellenangriff erwartet wird. Das Messgerät ist dabei in einem Blechkasten gut abgeschirmt. An den Auswertungscomputer sendet dieses Gerät seine Daten per Glasfaser, damit die Informationen nicht von der Strahlung beeinflusst werden können.
Die Antenne kann in vier 90-Grad-Bereichen Signale empfangen, was die Ortung des Angriffs ermöglicht. Richtung, Frequenz, Stärke und Dauer der Strahlung können erfasst werden. Das Empfangsgerät soll dabei selbst nicht beschädigt werden können.
Solche Bedrohungen an gefährdeten Orten aufzuspüren, hält der Ingenieur Michael Jöster vom INT für eine Alternative zur Kapselung jeglicher Elektronik: " Die einzelnen Geräte komplett vor elektromagnetischen Strahlen zu schützen, wäre zwar theoretisch möglich, jedoch viel zu teuer. Gefragt sind Systeme, die solche Angriffe aufspüren. Denn nur wer weiß, was ihn angreift, kann darauf auch richtig reagieren."



