Abo
  • Services:
Anzeige
Der Nanogenerator ist nur so groß wie dieses Lumia 925.
Der Nanogenerator ist nur so groß wie dieses Lumia 925. (Bild: Nokia)

Forschung: Krach lädt Smartphone auf

Britische Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Umgebungsgeräusche, Sprache oder Musik im Inneren eines Smartphones elektrische Energie erzeugen. Nicht nur sie hoffen, dass damit die Geräte in Zukunft aufgeladen werden können, denn einer der Unterstützer ist Nokia.

Anzeige

An der Queen-Mary-Universität in London haben britische Materialforscher einen Mikromechanismus gebaut, mit dem sich künftig Smartphones durch Schallenergie aufladen lassen sollen. Wie der Leiter der Forschung, Dr. Joe Briscoe, dem Fachportal Phys.org sagte, entstand das Verfahren durch Zufall: Eigentlich hatten sie an der Verbesserung der Effizienz von Solarzellen gearbeitet, dabei lief Musik. Die Wissenschaftler bemerkten, dass in den Materialproben mehr Elektrizität als ohne Beschallung erzeugt wurde.

Zum Einsatz kamen Nanostäbchen aus Zinkoxid. Anders als bei Nanoröhrchen aus Kohlenstoff, die für andere elektronische Verfahren erforscht werden, bestehen diese Bauelemente aus einem vollständig mit Material gefüllten Tubus, sind also nicht hohl. Wenn sie durch Schalldruck gebogen werden, ganz ähnlich einem sich wiegenden Getreidefeld im Wind, erzeugt das Zinkoxid Elektrizität. Im viel kleineren Maßstab der Nanotechnik ist das mit den Effekten der Piezoelektrizität vergleichbar.

Nanogenerator in Handy-Größe liefert 5 Volt

Da sich die Nanostäbchen auf beliebigen Oberflächen von beliebiger Form anbringen ließen, könne damit auch das Innere eines Smartphones ausgekleidet werden, berichten die Forscher. Die Methode dieser Beschichtung ähnelt dem Besprühen mit einem feinen Nebel. Statt Gold für die Leitungen wird Aluminiumfolie verwendet, was den Prozess billiger macht. Im Endeffekt bauten die Wissenschaftler einen Nanogenerator, der nur so groß wie ein Lumia 925 ist und eine Spannung von 5 Volt liefert. Das Windows-8-Handy wird nicht ohne Grund als Vergleich verwendet: Nokia hat die Entwicklung unterstützt. Die Stromstärke gaben die Wissenschaftler allerdings nicht nicht an.

Selbst wenn sie nicht reicht, um den Akku eines Smartphones zu laden, ist es dennoch denkbar, dass das Gerät im Standby-Modus durch den Nanogenerator mit Strom versorgt werden könnte. Eine gängige Entwicklung der Elektronik in Mobiltelefonen ist die stete Verringerung der Standby-Leistung.

Die zugrundeliegenden Materialexperimente haben die Wissenschaftler in einer Arbeit beim Journal of Materials Chemistry veröffentlicht.


eye home zur Startseite
Dave Bowman 10. Okt 2014

Ich kann mir nicht vorstellen das ein, auf Leistungsübertragung augelegtes Microfon einen...

Realist_X 14. Aug 2014

Da fallen mir spontan aber 3 bis 11 basslastigere Musikrichtungen ein :)

gaym0r 14. Aug 2014

Wenn ich mein Handy dauerthaft an die Steckdose hänge, läuft es dann unendlich lange...

tibrob 14. Aug 2014

Ist immerhin besser als die vielen Gesichter, die pausenlos auf ihr Handy starren.

gema_k@cken 14. Aug 2014

http://www.eevblog.com/2014/08/07/ubeam-ultrasonic-wireless-charging-a-familiar-fish...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Services GmbH, Ulm
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. censhare AG, München
  4. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 23,99€
  2. 2,49€
  3. 44,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Counter-Strike Go

    Bei Abschuss Ransomware

  2. Hacking

    Microsoft beschlagnahmt Fancy-Bear-Infrastruktur

  3. Die Woche im Video

    Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole

  4. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  5. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  6. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  7. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  8. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  9. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  10. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Matebook X im Test: Huaweis erstes Ultrabook glänzt
Matebook X im Test
Huaweis erstes Ultrabook glänzt
  1. Huawei Neue Rack- und Bladeserver für Azure Stack vorgestellt
  2. Matebook X Huaweis erstes Notebook im Handel erhältlich
  3. Y6 (2017) und Y7 Huawei bringt zwei neue Einsteiger-Smartphones ab 180 Euro

Handyortung: Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle
Handyortung
Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle
  1. Bundestrojaner BKA will bald Messengerdienste hacken können
  2. Bundestrojaner Österreich will Staatshackern Wohnungseinbrüche erlauben
  3. Staatstrojaner Finfishers Schnüffelsoftware ist noch nicht einsatzbereit

48-Volt-Systeme: Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe
48-Volt-Systeme
Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe
  1. Elektromobilität Shell stellt Ladesäulen an Tankstellen auf
  2. Ifo-Studie Autoindustrie durch Verbrennungsmotorverbot in Gefahr
  3. Mobilität Elektroautos deutscher Start-ups fordern Autobauer heraus

  1. Re: Ich kaufe mir ein E-Auto wenn...

    Berner Rösti | 16:55

  2. Re: Wieso können sie das nicht machen, ohne den...

    __destruct() | 16:55

  3. Re: Wieso sind IP Adressen als Beweis eigentlich...

    Sicaine | 16:41

  4. Re: Pauschal keine Kraftfahrzeugsteuer ist FALSCH!

    elektroroadster | 16:41

  5. Re: Killerfeature fehlt

    Sicaine | 16:35


  1. 12:43

  2. 11:54

  3. 09:02

  4. 16:55

  5. 16:33

  6. 16:10

  7. 15:56

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel