Forschung: Google will KI-Wissen offenbar nicht mehr teilen
Google ist dafür bekannt, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse gerne zu teilen. Doch damit soll nun in einem Bereich Schluss sein, wie die Washington Post am 4. Mai 2023 berichtete(öffnet im neuen Fenster) . Der langjährige Leiter der Abteilung für künstliche Intelligenz, Jeff Dean, kündigte seinen Mitarbeitern an, dass sie ihre Arbeit nicht mehr mit der Außenwelt teilen dürfen.
Jahrelang führte Dean seine Abteilung wie eine Universität und ermutigte Forscher, akademische Arbeiten zu veröffentlichen. Seit 2019 wurden fast 500 Studien veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) .
Mit diesem Vorgehen lieferte Google seinen Konkurrenten wichtige Erkenntnisse. In der Wissenschaft ist das eine übliche Vorgehensweise. Jedoch ist Google ein Tech-Unternehmen.
Die Konkurrenz wächst, Google geht in die Defensive
Google galt lange Zeit als führend im Bereich der künstlichen Intelligenz. Doch besonders im Bereich der KI-Forschung machte die Konkurrenz in letzter Zeit große Fortschritte.
Ein Beispiel dafür ist ChatGPT von OpenAI . Das Start-up aus San Francisco habe mit Google Schritt gehalten, indem es die wissenschaftlichen Arbeiten des Teams gelesen habe, sagte Dean auf dem vierteljährlichen Treffen der Forschungsabteilung des Unternehmens.
Derzeit versucht Google, mit seinen KI-Aktivitäten schneller Produkte auf den Markt zu bringen. Das geht aus anonymen Interviews mit elf aktuellen und ehemaligen Google-Mitarbeitern hervor, die die Washington Post veröffentlichte. Das Unternehmen senkte die Hürde für die Einführung experimenteller KI-Tools für kleinere Gruppen und entwickelte eine Reihe von neuen Bewertungsmaßstäben und Prioritäten in Bereichen wie Fairness.
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