Abo
  • Services:
Anzeige
Die Diode, unten vergrößert, wird durch das Handysignal gesteuert.
Die Diode, unten vergrößert, wird durch das Handysignal gesteuert. (Bild: Linköping-Universität)

Forschung: Gedruckte Diode macht Strom aus Handysignalen

Schwedische Wissenschaftler haben ein Bauelement erfunden, welches das Frequenzband von 1,6 GHz zur Stromerzeugung nutzen kann. Da die Diode gedruckt werden kann, lassen sich so neue Smart-Tags herstellen.

Anzeige

An der Linköping-Universität in Schweden haben Forscher eine druckbare Diode konstruiert, die auf Signale von Mobilfunknetzen reagiert. Das Ziel der Erfindung ist es, Smartphones mit gedruckten Etiketten zu verbinden. Bisher gibt es diese auch Smart-Tags genannten Aufkleber, die zum Beispiel für die Lagerhaltung von Unternehmen interessant sind, in der Regel als RFID-Tags. In diesen muss aber Elektronik sitzen, die gesondert hergestellt wird.

Die schwedischen Tags sollen aber in einem Durchgang in einer herkömmlichen Druckerei fabriziert werden können. Auch die Diode, das Kernstück der Erfindung, kann dabei gedruckt werden. Das Bauelement arbeitet als Gleichrichter. Die Diode besteht aus pulverförmigem Silizium und Niob in einem pastenförmigen Kunststoff. Der Rest der Schaltung aus Silbertinte, Aluminium und Kohlenstoff kann ebenfalls per Druck aufgetragen werden, beschreiben die Forscher. Der Schaltungsanteil des Etiketts ist dann weniger als 20 Mikrometer dick.

Die Induktion über einen Anruf eines Mobiltelefons, bei der die Funkwellen zur Rückgewinnung von elektrischer Energie genutzt werden, demonstrieren die Forscher in einem Video. Dabei ist zu sehen, dass die Energieübertragung bisher nur über einen Abstand von wenigen Millimetern funktioniert. Wie bei RFID-Tags, die größere Distanzen erreichen, ist aber immer noch eine Spule aus Metallfilm nötig - die dürfte sich wohl aber auch drucken lassen.

Neben weiterer Verkleinerung haben die Wissenschaftler als Nächstes das Ziel, ihre Diode auch bei Frequenzen im 2,4-GHz-Band zum Funktionieren zu bringen. Dann können auch andere Funkstandards wie WLAN oder Bluetooth genutzt werden, um ein Etikett auslesbar zu machen, oder - wie im Video gezeigt - einen Schaltvorgang in einem anderen Stück passiver Elektronik auszulesen. Statt des seltenen Elements Niob soll auch noch ein anderes Material gefunden werden.

Ihre bisherigen Ergebnisse haben die Wissenschaftler um die Doktorandin Negar Sani im Fachjournal PNAS veröffentlicht.


eye home zur Startseite
redmord 10. Jul 2014

Oder so ähnlich ...

Trollversteher 10. Jul 2014

Egal um welchen Effekt es sich handelt - Energie kann man nicht aus dem Nichts erzeugen...

ploedman 09. Jul 2014

war auch mein Gedanke. Wenn ich mich nicht täusche waren diese Dinger ohne Batterie, so...

Verox 09. Jul 2014

damals waren ja auch noch ein "paar" kW mehr Sendeleistung dahinter :D

Verox 09. Jul 2014

ok. nicht so ganz gerafft .... dass man Energie aus der "Luft" nehmen kann is jetzt nix...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Telekom Technik GmbH, verschiedene Standorte
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn, Münster
  3. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Schulden

    Toshiba-Partner und Geldgeber wollen Insolvenzverfahren

  2. Sysadmin Day 2017

    Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte!

  3. Ipod Touch günstiger

    iPod Nano und iPod Shuffle eingestellt

  4. Nissan Leaf

    Geringer Reichweitenverlust durch alternden Akku

  5. Quartalsbericht

    Amazons Gewinn bricht ein

  6. Sicherheitslücke

    Caches von CDN-Netzwerken führen zu Datenleck

  7. Open Source

    Microsoft tritt Cloud Native Computing Foundation bei

  8. Q6

    LGs reduziertes G6 kostet 350 Euro

  9. Google

    Youtube Red und Play Music fusionieren zu neuem Dienst

  10. Facebook Marketplace

    Facebooks Verkaufsplattform kommt nach Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Surface Laptop im Test: Microsofts Next Topmodel hat zu sehr abgespeckt
Surface Laptop im Test
Microsofts Next Topmodel hat zu sehr abgespeckt
  1. Microsoft Neues Surface Pro fährt sich ohne Grund selbst herunter
  2. iFixit-Teardown Surface Laptop ist fast nicht reparabel
  3. Surface Studio Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

Quantengatter: Die Bauteile des Quantencomputers
Quantengatter
Die Bauteile des Quantencomputers
  1. Anwendungen für Quantencomputer Der Spuk in Ihrem Computer
  2. Quantencomputer Ein Forscher in den unergründlichen Weiten des Hilbertraums
  3. Quantenprogrammierung "Die physikalische Welt kann kreativer sein als wir selbst"

  1. Autonomes Fahren, Hyperloop, The Boring Company, etc.

    Mavventi | 10:48

  2. Re: Da sind die Admins selbst dran schuld

    bofhl | 10:47

  3. Re: o2 ist doch wie McDonald's

    Combo | 10:46

  4. Ab ca. 95 km Restreichweite leuchtet bei meinem...

    GrandmasterA | 10:42

  5. Re: FALSCH

    Its_Me | 10:41


  1. 10:41

  2. 09:04

  3. 07:23

  4. 07:13

  5. 22:47

  6. 18:56

  7. 17:35

  8. 16:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel