Forschung: Entwicklung der wohl wasserabweisendsten Oberfläche

Ein finnisches Forschungsteam hat eine feste Siliziumoberfläche geschaffen, die Wasser abweist, indem sie Tröpfchen von der Oberfläche abgleiten lässt.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung der flüssigkeitsähnlichen Molekülschicht, die Wassertropfen abweist.
Eine künstlerische Darstellung der flüssigkeitsähnlichen Molekülschicht, die Wassertropfen abweist. (Bild: Ekaterina Osmekhina/Aalto University)

Wasserabweisende Schichten sind in der Industrie und zu Hause gefragt: Ein Forschungsteam der finnischen der Aalto-Universität und der Universität Jyvaskyla hat nun einen Mechanismus entwickelt, mit dem Wassertropfen außergewöhnlich effizient von Oberflächen abgleiten können.

Das Forschungsteam schuf feste Siliziumoberflächen mit einer flüssigkeitsähnlichen Außenschicht. Diese weist Wasser ab, indem sie Tröpfchen von der Oberfläche rutschen lässt. Die hochbewegliche Deckschicht wirkt als Schmiermittel zwischen dem Produkt und den Wassertropfen.

Einsetzbar in vielen Bereichen

"Unsere Arbeit ist das erste Mal, dass jemand direkt auf die Nanometerebene gegangen ist, um molekular heterogene Oberflächen zu schaffen", erklärte Sakari Lepikko, der Hauptautor der Studie. Durch sorgfältige Anpassung der Bedingungen wie Temperatur und Wassergehalt in einem Reaktor konnte das Team genau festlegen, wie viel der Siliziumoberfläche die Monoschicht bedeckt.

Mit der neuen Methode gelang es dem Team, die den Angaben zufolge glitschigste Flüssigkeitsoberfläche der Welt zu schaffen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig, egal ob beim Kochen, im Transportwesen, in der Optik, Sanitärtechnik, Schifffahrt und Automobilindustrie.

Zur Studie

Die Studie wurde am 9. Januar 2023 im Fachmagazin Nature Chemistry veröffentlicht: Omniphobic liquid-like surfaces (Omniphobe flüssigkeitsähnliche Oberflächen).

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