Forschung: Eine neue treibstoffsparende Route zum Mond
Die Planung von Flugbahnen für Weltraummissionen ist zeit- und arbeitsintensiv. Zugleich ist sie entscheidend für die Kosten und dafür, wie viel Treibstoff eine Raumsonde mitführen muss. Diese Kosten können schnell Millionen erreichen.
Ein internationales Forscherteam hat(öffnet im neuen Fenster) nun mithilfe fortschrittlicher Computermodelle eine bislang unbekannte, effizientere Route zwischen Erde und Mond mit mathematischen Methoden berechnet.
Schwerkraftmanöver statt Direktroute
Um Treibstoff zu sparen, nehmen Raumsonden oft ungewöhnliche Umwege in Kauf und nutzen sogenannte Schwerkraftmanöver an größeren Himmelskörpern. So führte die US-Raumsonde Psyche zuletzt ein solches Manöver am Mars durch und korrigierte mithilfe seiner Anziehungskraft ihre Route sowie ihre Geschwindigkeit. Solche Flugbahnen im Sonnensystem werden auch als Interplanetary Transportation Network(öffnet im neuen Fenster) – umgangssprachlich auch als Superhighways des Weltraums – bezeichnet.
Bei astronautischen Missionen wie Artemis II werden hohe Treibstoffkosten in Kauf genommen, damit die Besatzung den Mond möglichst schnell erreicht und der kosmischen Strahlung so kurz wie möglich ausgesetzt ist. Kleine Raumsonden wie bei der früheren Capstone-Mondmission wählen dagegen eine längere Reise auf einer translunaren Umlaufbahn zwischen Erde und Mond, um mithilfe der Schwerkraft beider Himmelskörper Treibstoff zu sparen.
- Anzeige Hier geht es zu Die Geschichte der Raumfahrt bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



