Abo
  • Services:

Forschung: Biologisch abbaubare Transistoren aus Proteinen

Forscher der Tel Aviv University (TAU) haben einen Transistor auf Proteinbasis entwickelt, dessen Bestandteile auch im Blut, Milch und Speichel enthalten sind. Er könnte die Basis für neuartige Nano-Elektronik abseits des Siliziums sein, das sowohl sehr flexibel als auch wieder abbaubar ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Organische Substanzen als Halbleiter sollen flexible und umweltverträgliche Elektronik ermöglichen.
Organische Substanzen als Halbleiter sollen flexible und umweltverträgliche Elektronik ermöglichen. (Bild: Creativity103/ C BY 2.0)

Die Proteinmischungen, die auch im Blut, Milch und Speichel vorkommen, wurden im Rahmen des Forschungsprojekts auf Basismaterialien aufgetragen, auf denen sich die Moleküle selbst so organisieren, dass eine extrem dünne, halbleitende Schicht aus organischen Materialien entstand. Die Schicht aus Blutproteinen ist beispielsweise nur 5 Mikrometer hoch. Dadurch wurde es den Forschern möglich, einen kompletten Schaltkreis herzustellen, der auch lichtemittierende Elemente enthält. Im Gegensatz zu Strukturen aus Silizium, die von oben nach unten schichtweise aufgebaut werden, werden die "Biotransistoren" von unten nach oben aufgebaut.

Stellenmarkt
  1. Axians Networks & Solutions GmbH, Köln
  2. Lechwerke AG, Augsburg

Hämoglobin aus dem Blut mit der Eigenschaft, Sauerstoff zu absorbieren, erlaubte es den Forschern, die Halbleiter mit zahlreichen Substanzen zu dotieren, um ihre Eigenschaften zu verändern. Proteine aus der Milch wurden dazu verwendet, Faserstrukturen zu bilden, die das Fundament des Transistors bilden. Die Proteine aus dem Speichel mit der Fähigkeit, rote, grüne und blaue fluoreszierende Farbstoffe voneinander getrennt zu speichern, haben es den Forschern ermöglicht, eine Art Pixelelement zu entwickeln.

Das Forscherteam um Dr. Shachar Richter, Professor Michael Gozin sowie die Studenten Netta Hendler, Bogdan Belgorodsky und Elad Mentovich hoffen, dass der Transistor eine Rolle bei der Entwicklung von Elektronik auf Proteinbasis spielen könnte, die umweltverträglich abgebaut werden kann.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Be quiet Dark Base 900 139,90€, Intenso 960-GB-SSD 149,90€)
  2. (u. a. Roccat Kone Pure SE Gaming Maus 28,49€, Corsair-Lüfter)

tilmank 12. Mär 2012

Menschen sind schließlich eine immer häufiger zu findende Rohstoffquelle :p

flasher395 12. Mär 2012

Meine Güte omo, ich weiß ja nicht so ganz was mit dir los ist, aber ich hab in den...


Folgen Sie uns
       


BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht

BMW setzt auf elektrischen Motorsport: Die Münchener treten als zweiter deutscher Autohersteller in der Rennserie Formel E an. BMW hat in München das Fahrzeug für die Saison 2018/19 vorgestellt.

BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht Video aufrufen
Echo Link: Amazon hält sich für Sonos
Echo Link
Amazon hält sich für Sonos

Sonos ist offenbar für Amazon ein Vorbild. Anders ist die Existenz des Echo Link und des Echo Link Amp nicht zu erklären. Aber ohne ein Ökosystem wie das von Sonos sind die Produkte völlig unsinnig.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Smarte Echo-Lautsprecher Amazon macht Alexa schlauer
  2. Amazon Alexa Echo-Lautsprecher können bald über Skype telefonieren
  3. Zusatzbox Amazon bringt Alexa mit Echo Auto in jedes Auto

iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
  3. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten

Retrogaming: Maximal unnötige Minis
Retrogaming
Maximal unnötige Minis

Nanu, die haben wir doch schon mal weggeschmissen - und jetzt sollen wir 100 Euro dafür ausgeben? Mit Minikonsolen fahren Anbieter wie Sony und Nintendo vermutlich hohe Gewinne ein, dabei gäbe es eine für alle bessere Alternative: Software statt Hardware.
Ein IMHO von Peter Steinlechner

  1. Streaming Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
  2. Sicherheit Ein Lob für Twitter und Github
  3. Linux Mit Ignoranz gegen die GPL

    •  /