Abo
  • Services:

Forschung: Algorithmus erweckt Facebook-Profilbilder zum Leben

Maschinelles Lernen und Bilderkennung finden immer mehr Anwendung. Im Trend liegt das Animieren von Bildern und Emoticons. Facebook arbeitet gemeinsam mit Forschern an einer eigenen Lösung. Ein erstes Ergebnis: eine noch mehr lächelnde Mona Lisa und wütende Profilbilder.

Artikel veröffentlicht am ,
Wem die Mona Lisa nicht genug gelächelt hat ...
Wem die Mona Lisa nicht genug gelächelt hat ... (Bild: Universität Tel Aviv)

Forscher der Universität Tel Aviv entwickeln in Zusammenarbeit mit Facebook einen Bilderkennungsalgorithmus, der Porträtmotive in bewegte Animationen umwandelt. So können aus einem neutralen Gesichtsausdruck eine wütende, überraschte oder fröhliche Mimik generiert werden. Dazu wird die Aufnahme einer anderen beliebigen Person benötigt, nach der die Bilder umgeformt werden.

Stellenmarkt
  1. DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut (Raum Rosenheim)
  2. OEDIV Oetker Daten- und Informationsverarbeitung KG, Bielefeld

In einem Beispiel wird etwa das Bild einer jungen Frau durch einen komplett anders aussehenden Mann animiert. Die Software nutzt dazu verschiedene Referenzpunkte im Gesicht, etwa die Augen, die Wangen und die Nase, und überträgt diese in mehrere Frames. Diese werden zu einer kurzen Animation zusammengesetzt.

In drei Schritten werden Gebiss und Falten hinzugefügt

Versteckte Gesichtsmerkmale, zum Beispiel das Gebiss bei geschlossenem Mund, werden in einer zweiten Phase aus dem Quellbild in das Ergebnis eingesetzt. Der Hintergrund wird bei einer Kopfbewegung hingegen nicht erweitert, sondern sichtbar gestreckt. In der dritten Phase werden der Animation Details hinzugefügt, die durch die Gesichtsbewegung entstehen - etwa Falten auf der Stirn und an Mundwinkeln.

  • Der Algorithmus berechnet Animationen in drei Phasen. (Bild: Universität Tel Aviv)
  • Auch Kunstwerke können animiert werden. (Bild: Universität Tel Aviv)
  • Facebook will den Algorithmus beispielsweise für Profilbilder benutzen. (Bild: Universität Tel Aviv)
  • BIlder werden mit einer Fremdaufnahme umgewandelt. (Bild: Universität Tel Aviv)
  • Der Algorithmus ermöglicht mehrere Gesichtsausdrücke. (Bild: Universität Tel Aviv)
Der Algorithmus berechnet Animationen in drei Phasen. (Bild: Universität Tel Aviv)

Der Algorithmus soll auch auf gezeichnete und gemalte Porträts angewendet werden können. Die Forscher haben beispielsweise das Lächeln von Da Vincis Mona Lisa noch verstärkt. Außerdem lassen sich so Emoticons und damit sehr abstrakte Gesichter zum Leben erwecken.

Animieren von Facebook-Profilbildern

Das Ganze erinnert ein wenig an Techniken, die Apple in Form von Animojis auf den iPhones 8, 8 Plus und X vorgestellt hat. Auch Chris Roberts' Weltraumsimulation Star Citizen soll später Gesichter von Spielfiguren mit Hilfe einer Webcam animieren können.

Facebook möchte die an der Universität Tel Aviv entwickelte Software später für das Animieren von eigenen Profilbildern verwenden. Der Nutzer kann dazu seinen derzeitigen Gemütszustand mit Emojis animieren. Wann die Technik produktiv eingesetzt wird, ist jedoch unklar.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,84€ + Versand
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. 106,34€ + Versand

Lord Gamma 10. Okt 2017

und neben vielen anderen Programmen schon etwas länger etabliert als "Animojis": http...

ElMario 10. Okt 2017

Ich fand die Crazy Talk Software "damals" schon sehr gut gemacht. Das hier ist aber auch...

Andreas2k 10. Okt 2017

Ne, Ne, wenn man sein Gesicht vergessen hat dann nutzt man die Gesicht vergessen Funktion...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Intellimouse Classic - Fazit

Die Intellimouse ist zurück. Das beliebte, neutrale Design der Explorer 3.0 von 2004 ist nach langer Abstinenz wieder käuflich und deutlich verbessert - jedenfalls in den meisten Disziplinen.

Microsoft Intellimouse Classic - Fazit Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /