Formel E: Leonardo DiCaprio komplettiert Elektrorennserie
Leonardo DiCaprio hat zusammen mit dem Elektroautohersteller Venturi Automobiles(öffnet im neuen Fenster) ein Motorsportteam gegründet, das in der Elektrorennsportserie Formel E(öffnet im neuen Fenster) antreten soll. Damit ist das Starterfeld für die erste Saison vollständig.

Das in Monaco ansässige Unternehmen Venturi Automobiles produziert Elektroautos in Kleinserie und baut Autos von Peugeot und Citroen zu Elektroautos um. Zudem jagen die Monegassen Rekorde: Der Citroen Berlingo fuhr elektrisch von Schanghai nach Paris(öffnet im neuen Fenster) und stellte damit einen Langstreckenrekord für elektrische Serienautos auf. Der Venturi VBB-2.5 ist das schnellste Elektroauto der Welt(öffnet im neuen Fenster): Er erreichte 495 km/h.
Erfolglos in der Formel 1
1992 war Venturi eine Saison lang in der Formel 1 unterwegs – allerdings mit überschaubarem Erfolg: Gerade mal einen Punkt errang Bertrand Gachot. Teamkollege Ukyo Katayama ging leer aus. Vom Start in der Formel E erhofft sich das Team Venturi Grand Prix(öffnet im neuen Fenster) bessere Ergebnisse.
In der ersten Saison stehen die Chancen tatsächlich besser: Alle 20 Fahrer sitzen im gleichen Auto, dem Spark-Renault SRT_01E(öffnet im neuen Fenster), das im September auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde. Der Formelrennwagen – ein offener Einsitzer mit freistehenden Rädern – wird von einem Elektromotor mit einer Maximalleistung von 200 Kilowatt (kW) angetrieben. Die volle Leistung wird aber voraussichtlich nur in der Qualifikation zur Verfügung stehen. Im Rennen ist die Leistung auf 133 kW begrenzt. Die Fahrer können aber im Rennen kurzzeitig die 67 kW zum Beschleunigen abrufen.
Leiser Renner
Der Bolide beschleunigt in rund 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei einer Höchstgeschwindigkeit von voraussichtlich 225 km/h. Der Lärmpegel der Autos soll bei etwa 80 Dezibel liegen. Der Wagen wiegt 800 Kilogramm, davon entfallen 200 Kilogramm auf den Akku.
Mit dem Einheitsrenner wird aber nur die erste Saison gefahren. Danach können die Teams eigene Autos entwickeln. Venturi hat bereits einen Rennwagen angekündigt, dessen Antriebsstrang auf dem des Rekordfahrzeuges Venturi VBB-3(öffnet im neuen Fenster) basiert.
Grüner Leo
DiCaprio begründet die Beteiligung mit seinem Engagement für den Umweltschutz. "Die Zukunft unseres Planeten hängt von unserer Fähigkeit ab, uns für kraftstoffeffiziente, saubere Fahrzeuge starkzumachen", sagte DiCaprio. Die Entscheidung für eine umweltfreundliches Rennteam sei richtungsweisend, weshalb er sich glücklich schätze, ein Teil davon zu sein. Der Schauspieler fährt auch selbst Elektroauto.
Venturi Grand Prix komplettiert das Starterfeld(öffnet im neuen Fenster) aus zehn Teams, die mit je zwei Fahrern antreten. In der vergangenen Woche hatte der britische Unternehmer Richard Branson ein Team angemeldet. Die Teams stammen aus den USA, China, Japan und Indien. Europa ist vertreten mit Teams aus Frankreich, Großbritannien sowie dem Team Audi Sport ABT aus Deutschland. Fahrer sind noch keine nominiert.
Die erste Saison(öffnet im neuen Fenster) der Formel E startet am 13. September 2014 in der chinesischen Hauptstadt Peking. Es werden zehn Läufe auf Stadtkursen ausgetragen, darunter auch einer in Berlin. Das letzte Rennen findet am 27. Juni in London statt.
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