Formel-E-Ausstieg: Audi will wieder auf der Piste und der Langstrecke siegen

Elektromobilität ist für Audi nicht mehr Zukunftsmusik, sondern Realität. Der Ingolstädter Hersteller sucht sich deshalb neue Herausforderungen im Rennsport.

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Noch verhülltes Fahrzeug für die Rallye Dakar
Noch verhülltes Fahrzeug für die Rallye Dakar (Bild: Audi)

Vor wenigen Tagen erst hat Audi den Rennwagen vorgestellt, mit dem die Volkswagen-Tochter (VW) in der siebten Saison der elektrischen Rennserie Formel E antreten will. Doch das wird der Abschied: Nach der Saison 2021 beendet Audi sein Engagement im elektrischen Formel-Sport. Stattdessen zieht es die Ingolstädter in die Wüste.

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Interessant ist die Begründung: "Die Formel E hat bei Audi die Phase der Transformation begleitet", sagt Audi-Chef Markus Duesmann. "Heute ist Elektromobilität bei den Vier Ringen nicht mehr Zukunftsmusik, sondern Gegenwart." Deshalb will Audi künftig in zwei anderen Rennsportdisziplinen wieder antreten: bei Rallyes und in Langstreckenrennen. In beiden war Audi früher schon sehr erfolgreich unterwegs

Audi fährt Rallye Dakar

So will Audi künftig an der Langstrecken- und Wüstenrennen-Rallye Dakar teilnehmen. Audi hat auch schon ein Fahrzeug dafür entwickelt. Bisher gibt es aber nur ein Bild des abgedeckten Autos.

Das Fahrzeug wird einen elektrischen Antriebsstrang haben. Hinzu kommt ein Turbomotor, der unterwegs bei Bedarf anspringt und den Akku lädt. Ziel von Audi ist es, "die Leistungsfähigkeit des Elektroantriebs und der Batterie in den kommenden Jahren permanent zu verbessern". Die Erkenntnisse sollen dann der Entwicklung von Serienmodellen zugute kommen.

Die Wüste ist das perfekte Testlabor

Die Langstreckenrallye sei der nächste Schritt im elektrifizierten Motorsport für Audi, sagte Duesmann weiter. Das Unternehmen stelle sich "extremsten Bedingungen. Die Rallye Dakar mit ihren vielen technischen Freiheiten ist dabei ein perfektes Testlabor für uns".

Auf der Strecke will Audi zurück zu den Langstreckenrennen, wie den 24 Stunden von Le Mans oder den 24 Stunden von Daytona. Das Unternehmen entwickelt nach Angaben von Julius Seebach, Chef von Audi Sport, einen Sportwagen für die neue Kategorie LMDh (Le Mans Daytona Hybrid). Diese Klasse soll die Nachfolge der Le-Mans-Protoypen mit Hybridantrieb (LMP1-H) antreten.

Audi fährt seit 2014 in der Formel E

Das geht auf Kosten der Formel E, in der Audi seit der ersten Saison 2014/15 dabei war, zunächst über das Team Abt Schaeffler Audi Sport, seit der Saison 2017/18 mit einem eigenen Werksteam - und das recht erfolgreich: Fahrer Lucas di Grassi errang in der Saison 2016/17 den Fahrertitel sowie zwei zweite und zwei dritte Plätze in der Gesamtwertung. Auch in der Teamwertung schnitt Audi oft gut ab und gewann in der Saison 2017/18 die Konstrukteursmeisterschaft.

Nachdem es zuletzt nicht so gut lief, hat Audi für die kommende Saison eigens einen neuen Antriebsstrang entwickelt. Bisher hatten die Audi-Boliden immer einen Antrieb des Partners Schaeffler. Der neue Antrieb ist laut Audi leichter und effizienter - Effizienz ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Formel E.

Die siebte Saison der Formel E, die erste die offiziell den Titel Weltmeisterschaft trägt, beginnt Corona-bedingt erst nach dem Jahreswechsel im Januar 2021. Audi wird aber auch noch dabei sein: Der Hersteller will den Antriebsstrang den Kundenteams nach dem eigenen Ausstieg aus der Rennserie weiter zur Verfügung stellen.

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