• IT-Karriere:
  • Services:

Formel 1 mit Hybridantrieb: Elektrische Zahnbürsten klingen besser

Motorsportpuristen vermissen den Klang der hochdrehenden Saugmotoren in der Formel 1. Der neue Antriebsstrang der Rennwagen quetscht aus einem Drittel weniger Treibstoff eine vergleichbare Leistung - dank Turbo und zwei Elektromotoren. Golem.de hat sich den Antrieb erklären lassen. Von Werner Pluta

Artikel veröffentlicht am ,
Mercedes-Hybridantriebsstrang: komplexester Antriebsstrang, der je im Motorsport gefahren ist
Mercedes-Hybridantriebsstrang: komplexester Antriebsstrang, der je im Motorsport gefahren ist (Bild: Mercedes)

Die Formel 1 von Michael Schumacher und Sebastian Vettel - das waren große Motoren, die ohrenbetäubend mit 19.000, ab 2005 mit 18.000 Umdrehungen pro Minute kreischten. Die neue Formel 1, möglicherweise die von Nico Rosberg und Lewis Hamilton, ist deutlich leiser und vor allem deutlich effizienter.

Inhalt:
  1. Formel 1 mit Hybridantrieb: Elektrische Zahnbürsten klingen besser
  2. Zwei Motor-Generator-Einheiten
  3. Austausch zwischen Rennsport und Serie

Nach dem ersten Rennen werden bereits Beschwerden laut, die Autos klängen nicht mehr nach Formel 1. Gut ein Viertel der Leser des Motorsport-Magazins, die sich an einer Umfrage zum Klang der neuen Formel 1 beteiligten, meckerte, er sei schlimmer als der einer elektrischen Zahnbürste.

Ein Drittel weniger Benzin

Tatsache ist, dass der Motor statt acht nur noch sechs Zylinder und statt 2,4 nur noch 1,6 Liter Hubraum hat. Die Drehzahl ist auf 15.000 Umdrehungen begrenzt. Dafür kommen ein Turbolader und eine zweite elektrische Antriebseinheit hinzu, die den Formel-1-Sport deutlich effizienter machen als zuvor: Statt 150 Kilogramm (im Rennsport wird die Treibstoffmenge in Kilogramm, nicht in Litern berechnet) muss ein Fahrer in diesem Jahr ein Rennen mit 100 Kilogramm Treibstoff bestreiten.

  • Der Formel-1-Boliden von Mercedes mit dem neuen Antriebsstrang: Nico Rosberg unterwegs zum Auftaktsieg in Australien am 16. März 2014 (Foto: Mark Thompson/Getty Images)
  • Der neuen Hybridantrieb von Mercedes... (Bild: Mercedes)
  • .. hat zwei Zylinder weniger als im Vorjahr. (Bild: Mercedes)
  • Für mehr Leistung hat der Motor einen Turbo... (Bild: Mercedes)
  • ... und zwei Elektromotoren, hier die MGU-K. (Bild: Mercedes)
  • MGU-K und MGU-H speisen Energie in einen Akku oder sich gegenseitig.  (Bild: Mercedes)
  • Die MGUs sind gleichzeitig Generator und Motor. (Bild: Mercedes)
  • Der Akku hat mehr Speicherkapazität als im Vorjahr. (Bild: Mercedes)
  • Die neuen Spezifikationen im Überblick. (Bild: Mercedes)
Der Formel-1-Boliden von Mercedes mit dem neuen Antriebsstrang: Nico Rosberg unterwegs zum Auftaktsieg in Australien am 16. März 2014 (Foto: Mark Thompson/Getty Images)

Der neue Antrieb ist also um ein Drittel effizienter. Anders ausgedrückt: Er braucht bei vergleichbarer Leistung auf der gleichen Strecke ein Drittel weniger Treibstoff. Davon träumt bei den aktuellen Benzinpreisen wohl so mancher Autofahrer. Grund dafür sind unter anderem ein Turbolader und ein zweiter Elektromotor. Golem.de hat sich den neuen Antrieb vom Mercedes Formel-1-Team erklären lassen.

Aus KERS wird ERS

Stellenmarkt
  1. Schoeller Technocell GmbH & Co. KG, Osnabrück
  2. WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Bremen

Neben der Verkleinerung des Motors sind der Turbo und das Energierückgewinnungssystem (Energy Recovery System, ERS) die wichtigsten Neuerungen bei den Formel-1-Wagen. Das deutlich komplexere ERS löst das kinetische Energierückgewinnungssystem (Kinetic Energy Recovery System, KERS) ab, das den Fahrern pro Runde 6,7 Sekunden lang einen Zusatzschub von 60 Kilowatt, etwa 82 PS, bot. In der aktuellen Saison stehen ihm 33 Sekunden 120 Kilowatt, über 160 PS, zur Verfügung. Der Verbrennungsmotor leistet etwa 600 PS. Die Mercedes-Antriebseinheit hat eine Gesamtleistung von etwa 740 PS, wie Aufsichtsrat Niki Lauda kürzlich in einem Interview ausgerechnet mit Servus-TV verriet - der Fernsehsender gehört zum Konzern des Erzrivalen Red Bull.

Nach der Definition von Mercedes ist der Turbo die erste Energierückgewinnungsschleife: Der Abgasstrom treibt eine Turbine, die wiederum einen Kompressor antreibt. Der Kompressor verdichtet die einströmende Luft, was eine verbesserte Verbrennung ermöglicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Zwei Motor-Generator-Einheiten 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 0,99€
  3. 4,96€
  4. 3,61€

Anonymer Nutzer 10. Jun 2017

Genau mein Gedanke. Würden wir unser Leben auf das reduzieren was wir wirklich brauchen...

Anonymer Nutzer 10. Jun 2017

Na Gott sei dank ist mein Gehör so unsensibel das ich mit dem Sound meiner JBL Charge 3...

NixName 03. Apr 2014

Nur sagt leider niemand, wo! Formel 1 und Green Peace. Eines Tages schmeißen sie sich...

NixName 03. Apr 2014

Nur die Weicheier und Jammerlappen. Die echten Fans sitzen da in natura, so dass jedes...


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
In eigener Sache: Aktiv werden für Golem.de
In eigener Sache
Aktiv werden für Golem.de

Keine Werbung, kein unerwünschtes Tracking - kein Problem! Wer Golem.de-Inhalte pur nutzen möchte, hat neben dem Abo Golem pur jetzt eine weitere Möglichkeit, Golem.de zu unterstützen.

  1. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
  2. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen
  3. In eigener Sache Unser Kubernetes-Workshop kommt auf Touren

ZFS erklärt: Ein Dateisystem, alle Funktionen
ZFS erklärt
Ein Dateisystem, alle Funktionen

Um für möglichst redundante und sichere Daten zu sorgen, ist längst keine teure Hardware mehr nötig. Ein Grund dafür ist das Dateisystem ZFS. Es bietet Snapshots, sichere Checksummen, eigene Raid-Level und andere sinnvolle Funktionen - kann aber zu Anfang überfordern.
Von Oliver Nickel

  1. Dateisystem OpenZFS soll einheitliches Repository bekommen
  2. Dateisystem ZFS on Linux unterstützt native Verschlüsselung

Social Engineering: Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung
Social Engineering
"Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung"

Prävention reicht nicht gegen Social Engineering und die derzeitigen Trainings sind nutzlos, sagt der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski. Seine Lösung: Mitarbeiter je nach Bedrohungslevel schulen - und so schneller sein als die Kriminellen.
Ein Interview von Moritz Tremmel

  1. Social Engineering Mit künstlicher Intelligenz 220.000 Euro erbeutet
  2. Social Engineering Die unterschätzte Gefahr

    •  /