Form 2: Verbesserter SLA-Drucker für dreidimensionale Objekte

Der neue 3D-Drucker von Formlabs hat ein größeres Bauvolumen und soll sich per Touchscreen oder Web-Interface einfacher bedienen lassen. Er wird genauso viel kosten wie sein Vorgänger.

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Form 2 und mitgeliefertes Werkzeug
Form 2 und mitgeliefertes Werkzeug (Bild: Formlabs)

Auf der Euromold 2015 in Düsseldorf hat Formlabs seinen neuen Form 2 vorgestellt. Der Drucker erzeugt dreidimensionale Objekte durch die Verfestigung von Harz mit Hilfe eines Lasers (SLA).

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Das Druckvolumen ist um 40 Prozent gegenüber dem Vorgänger Form 1+ gestiegen, dessen Volumen 125 x 125 x 165 mm betrug. Die Schichtdicke soll weiterhin zwischen 25 und 200 Mikrometern liegen können. Der Laser soll leistungsfähiger sein, so die Belichtungszeit verkürzen und bessere Ergebnisse erlauben.

Frisches Harz wird automatisch in das Druckbassin zugeführt, es muss nicht mehr von Hand eingegossen werden. Der Form 2 benötigt deshalb speziell angepasste Patronen. Das Harz im Bassin soll sich mehrere Monate halten, ohne an Qualität zu verlieren. Formlabs bietet bereits verschiedenfarbige Harze an, zudem auch Spezialharze für stärkere Belastungen und den Formguss. Die Harzqualität soll auch dadurch verlässlich bleiben, dass nach jeder aufgetragenen Druckschicht das Objekt angehoben wird, ein Wischarm durch das Druckbassin fährt und das Harz durchmischt. Außerdem wird der Druckraum konstant warm gehalten, unabhängig von der Umgebungstemperatur.

Der Drucker wird entweder über ein Touchdisplay an der Front des Gerätes gesteuert oder über ein Webfrontend. Für die Nutzung von Letzterem kann der Drucker in ein WLAN-Netzwerk eingebunden werden. Darüber kann der Drucker auch Benachrichtigungen über den Druckfortschritt an mobile Geräte wie Smartphones versenden.

  • Form 2 (Bild: Formlabs)
  • Der Form 2 unterscheidet sich optisch durch den Touchscreen von den Vorgängern. (Bild: Formlabs)
Form 2 (Bild: Formlabs)
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Der Form 2 richtet sich vor allem an professionelle Nutzer, was auch am Preis deutlich wird. Der Drucker soll in Deutschland 3.300 Euro kosten und ist ab sofort verfügbar. Im Preis enthalten sind neben dem Drucker selbst ein Liter Harz und ein Set zur Aufbereitung des gedruckten Objekts.

Der erste SLA-Drucker von Formlabs wurde 2012 über Kickstarter finanziert, produziert wurde er über einen Auftragsfertiger in den USA. Der Form 2 wird hingegen mit einer eigenen Fabrik in Ungarn hergestellt.

Der 3D-Drucker-Hersteller 3D Systems verklagte Formlabs wegen einer Patentrechtsverletzung: 3D Systems erklärte, SLA patentiert zu haben. Formlabs hingegen glaubte, der Patentschutz sei ausgelaufen. Beide Parteien einigten sich im Herbst 2014 außergerichtlich.

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