ForHLR: KIT bekommt einen neuen Superrechner für die Forschung

Der eine ist gerade mal ein Jahr alt, da soll schon ein neuer her: 2019 beginnt am Karlsruher Institut für Technologie der Aufbau eines neuen Supercomputers, der deutlich leistungsfähiger sein wird als der Forschungshochleistungsrechner II.

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ForHLR II: Platz 442 auf der Liste der Top500-Supercomputer
ForHLR II: Platz 442 auf der Liste der Top500-Supercomputer (Bild: Markus Breig/KIT)

Der ForHLR II bekommt einen Nachfolger: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird einen neuen Superrechner anschaffen. Der Bau des Computers soll im kommenden Jahr beginnen. Einsatzbereit soll er 2021 sein. Die Kosten von 15 Millionen Euro wollen sich das Land Baden-Württemberg und der Bund teilen.

Der neue Rechner soll beispielsweise für Vorhersagen des Klimawandels und der Auswirkungen auf die Landwirtschaft sowie die Artenvielfalt eingesetzt werden, für das Design von Werkstoffen oder die Darstellung von Struktur und Funktion von Biomolekülen. Für diese Aufgabe ist viel Rechenleistung nötig, mehr als der aktuelle Superrechner bietet.

Den Forschungshochleistungsrechner (ForHLR) Phase II hat das KIT erst im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Er hat 1.173 Knoten, 1.152 Rechenknoten und 21 Renderingknoten, mehr als 24.000 Rechenkerne und 93 Terabyte Hauptspeicher. Im CPU-Basistakt schafft der Rechner 939 Teraflops, mit Turbo über ein Petaflops. Er steht auf der kürzlich veröffentlichten Liste der Top500-Supercomputer auf Platz 442.

"Derzeit nutzen fast 200 Forschungsprojekte aus ganz Deutschland unser System", sagt Bernhard Neumair, Geschäftsführender Direktor des Steinbuch Centre for Computing (SCC) am KIT, das den ForHLR betreibt. Die Mehrzahl der Jobs benötigt 1.000 oder mehr Rechenkerne gleichzeitig, knapp zehn Prozent nutzen ein Viertel des gesamten Systems. Neumair geht davon aus, dass der Bedarf an Rechenleistung allein in den Ingenieur- und Naturwissenschaften auf das Doppelte bis Dreifache steigen wird.

Das Ziel sei, eine exzellente Forschungsinfrastruktur für eine exzellente Wissenschaft und eine konkurrenzfähige und innovative Wirtschaft aufzubauen, sagt die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen). "Wir investieren in Supercomputing auf internationalem Topniveau. Mit dieser digitalen Infrastruktur ermöglichen wir vielversprechende Innovationen im Land."

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