Ford Mustang Mach-E: Eher Traber als Galopper

Fords erstes Elektroauto ist eine Reminiszenz an das Kultauto der 1960er. Der neue Mustang ist ein ganz anderes Auto - Spaß macht es trotzdem.

Ein Test von veröffentlicht am
Ford Mustang Mach-E: zahm, aktiv oder temperamentvoll
Ford Mustang Mach-E: zahm, aktiv oder temperamentvoll (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Ford hat sich lange Zeit gelassen mit dem Einstieg in die Elektromobilität. Erst Ende 2019 stellte der US-Konzern sein erstes Elektroauto vor: den Mustang Mach-E.

Inhalt:
  1. Ford Mustang Mach-E: Eher Traber als Galopper
  2. Assistenzsysteme und Türen mit Touchpad
  3. Verfügbarkeit und Fazit

V8-Motor, blubbernder Sound und Steve McQueen in San Francisco - der Mustang ist ein Kultauto. Auf der einen Seite ist es verständlich, dass ein Hersteller daran anknüpfen möchte. Auf der anderen Seite werden Erwartungen geweckt. Was, wenn das Auto sie nicht erfüllt?

Zunächst: Der Mustang Mach-E ist eher der Nachfolger des Mustang VI, der aktuellen Verbrennergeneration, die seit 2014 als eine moderne Interpretation des 60er-Jahre-Mustang gebaut wird. Die Frontpartie und die Heckpartie mit den Rücklichtern erinnern eher an das moderne Modell. Allerdings ist der Mach-E höher und ähnelt darin einem Model Y von Tesla oder dem ID.4 von Volkswagen. Die Form der Motorhaube und die breiten Schultern über den Hinterrädern hingegen sehen nach dem Original aus.

Ford nutzt Pferdemetaphern

Das gilt natürlich erst recht für das galoppierende Pferd an der Front und auf dem Lenkrad. Ohnehin - Verzeihung für den Kalauer! - reitet Ford auf der Pferdemetapher herum: Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Pferd auf den Boden projiziert. Beim Start erscheint es auf der Instrumententafel. Die Fahrmodi, die anderswo Eco, Komfort oder Sport heißen, bezeichnet Ford als zahm, aktiv oder temperamentvoll.

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Wegen des Mustang-Logos erhielt die - für damalige US-Verhältnisse - eher kleine Fahrzeugklasse den Spitznamen Pony-Car. Das trifft für den neuen Mustang nicht zu: Mit seinen 4,71 Metern Länge und einem Radstand von knapp 3 Metern ist er schon ein ausgewachsenes Ross. Entsprechend großzügig ist das Platzangebot innen. Auf der Sitzbank haben bequem drei Personen Platz - allerdings ist der Fußraum in der Mitte etwas knapp, weil dort eine eigene Lüftung für die Rückbank und zwei USB-Ladeanschlüsse herausstehen.

Der Kofferraum hinten hat ein Volumen von etwa 400 Litern, mit umgeklappten Sitzen sind es 1.420 Liter. Hinzu kommt noch ein Frunk, also ein Stauraum unter den Fronthaube. Allerdings verstaut Ford dort nicht die Ladekabel - die fanden wir in einem Fach unter dem Kofferraumboden. Nachteil des Platzangebots und des Radstandes ist der vergleichsweise große Wendekreis. Zusammen mit der langen Motorhaube kann das Rangieren auf engem Raum, etwa in einem engen Parkhaus, etwas schwierig werden. Die Rückfahrkamera und die Abstandssensoren sind da hilfreich.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Ford bietet relativ wenig Auswahlmöglichkeiten an. Es gibt den Mustang mit Hinterrad- oder Allradantrieb sowie mit zwei verschiedenen Akkugrößen: Der Standardakku hat eine nutzbare Kapazität von 68 Kilowattstunden (brutto: 75,7), der große eine von 88 Kilowattstunden (brutto: 98,7). Der Antrieb ist beim großen Akku etwas stärker; der Hinterradantrieb leistet 198 bzw. 216 Kilowatt, der Allradantrieb 198 bzw. 258 Kilowatt.

  • Hat hier jemand Pony-Car gesagt? Der Ford Mustang Mach-E. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das SUV ist das erste Elektroauto des US-Konzerns. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug ist mit 4,71 Meter recht groß, der Radstand beträgt knapp 3 Meter. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das macht das Manövrieren, etwa in engen Parkhäusern, manchmal etwas schwierig. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt ihn mit 2 Antriebs- und 2 Akkuvarianten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit dem kleinen Akku schafft das Fahrzeug bei moderater Fahrweise 400 Kilometer. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Innenraum ist geräumig - vorne ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... wie hinten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Cockpit (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt einige Bedienelemente am Lenkrad. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Fahrtregler befindet sich auf der Mittelkonsole. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Viele Funktionen werden über den Touchscreen gesteuert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Türen können mit einer PIN geöffnet werden. Das Eingabefeld befindet sich auf der B-Säule. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Kofferraum ist viel Platz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Kabel und Verbandskasten sind in einem Fach unter dem Kofferraumboden untergebracht. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Praktisch: Es gibt einen Frunk. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Ladekappe ist vorne links. Geladen wird mit bis zu 170 Kilowatt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Breite Schultern - eine Reminiszenz an die alten Mustangs. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ford spielt mit der Pferdemetapher, z. B. an der Front. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das gilt auch für die Fahrmodi. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bei Dunkelheit wird das Logo auf den Boden projiziert. (Bild: Petra Vogt)
  • Der elektrische Mustang im Vergleich mit der aktuellen Verbrennerversion. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Mach-E hat mehr Ähnlichkeit damit als mit dem Ur-Mustang. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Hat hier jemand Pony-Car gesagt? Der Ford Mustang Mach-E. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Reichweite für unser Modell - kleiner Akku und Hinterradantrieb - gibt Ford mit 440 Kilometern an. Das wollen wir überprüfen: An einem strahlenden Sommertag starten wir mit dem Mustang von Hamburg aus Richtung Norden. Im Navi geben wir per Spracheingabe als Zielort Timmendorfer Strand ein - wir wollen nicht nur den Mustang ausfahren, sondern uns auch anschauen, wie die Ladesituation in den bekannten Küstenorten an der Ostsee aussieht.

Den Akku haben wir zuvor voll geladen - die maximale Ladeleistung von 150 Kilowatt haben wir auch bei einem Ladestand von unter 30 Prozent nicht erreicht.

Der volle Akku erweist sich als gute Entscheidung.

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Assistenzsysteme und Türen mit Touchpad 
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Thorgil 12. Sep 2022 / Themenstart

Also ich mag die neuen BMW. Vor allem der M4 hat es mir angetan. Und ich bin kein...

derdiedas 12. Sep 2022 / Themenstart

Ehrlich wenn ich eines nicht benötige dann Verkehrszeichen Erfassung. Hatte mein Mercedes...

Iugh787 12. Sep 2022 / Themenstart

E-Fuels, ja genau. Ich sag dir, für was E-Fuels taugen werden: Für ein paar ewig...

chefin 12. Sep 2022 / Themenstart

Hm, eher anders herum. Auf ca 30% der Autobahnen ist das nicht möglich. Dort fahren aber...

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