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Ford-Entwicklerprogramm: Apps für Autos

Ford hat Entwickler aufgerufen, mobile Apps für seine Fahrzeuge zu entwickeln. Sie laufen zwar nach wie vor auf dem iOS- oder Android-Smartphone, lassen sich aber per Spracherkennung und Lenkradknöpfen steuern. Den Fahrer soll das nicht ablenken.
/ Andreas Donath
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Steuerung von Smartphone-Apps per Stimme (Bild: Ford)
Steuerung von Smartphone-Apps per Stimme Bild: Ford

Die Smartphone-Anbindung von Ford-Pkws soll durch eine frei zugängliche Schnittstelle deutlich enger werden als bisher. Ford stellt dazu nun auch in diesem Jahr in Europa ein Programmierinterface zur Verfügung. Damit können Smartphone-Apps für Android und iOS sowie Blackberrys entwickelt werden, die an die Sprachsteuerung von Ford Sync angebunden werden können. Das Gesamtkonzept nennt Ford Applink.

"Als wir Ford Sync im Jahr 2007 in Nordamerika eingeführt haben, gab es eine enorme Nachfrage nach Anschlussmöglichkeiten von Handys und MP3-Playern im Auto" , so Thai-Tang, Vizechef der globalen Ford-Produktentwicklung. Ford Sync ist zur Steuerung von Telefon- und Medienspielerfunktionen und der Fahrzeugelektronik per Sprachbefehl gedacht. Applink hingegen stellt eine Sprachschnittstelle zu Apps zur Verfügung.

Befürchtungen, dass der Fahrer zu sehr von den Smartphone-Apps abgelenkt werden könnte, tritt Ford mit dieser Sprachsteuerung entgegen. Der Fahrer muss also nicht mit den Fingern auf Displays herumtippen und den Blick von der Straße abwenden, sondern kann die Apps per Sprachbefehl starten und steuern.

In Nordamerika ist Applink(öffnet im neuen Fenster) bereits in zehn Ford-Modellen vorhanden, doch in Europa gibt es derartige Fahrzeuge von Ford bislang nicht. Wann sich das ändern soll, ließ Ford offen. Bei den Smartphone-Apps, die in den USA in das Konzept eingebunden sind, handelt es sich um Nachrichtenprogramme, Radio-Apps sowie eine Navigationshilfe namens Glympse.

Das Software Development Kit enthält die notwendigen Code-Bibliotheken sowie Dokumentationen für die Application Programming Interfaces (API). Wer will, kann sich auch mit Ford-Mitarbeitern bei der Entwicklung austauschen. Die Apps sollten zu den Bereichen "Nachrichten und Informationen", "Musik und Unterhaltung" oder "Navigation" passen, teilte Ford mit.

Ohne Prüfung der Apps durch Ford wird allerdings keines der Programme für Applink freigegeben. Die Registrierung für das Entwicklerprogramm ist kostenlos online(öffnet im neuen Fenster) möglich.

Das Entwicklerprogramm soll noch 2013 in Europa und Asien gestartet werden.


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