Laderaumlänge vergrößert

Während der klassische Transit 2,53 Meter hoch ist, liegt die kleinste Custom-Version bei unter zwei Metern Dachhöhe. Das erleichtert die Einfahrt in Parkhäuser und Tiefgaragen. Viele Handwerker nutzen einen Dachträger für ihre Materialien. Doch verschlechtert dies die Aerodynamik und damit die Reichweite. Ford hat den Luftwiderstands-Beiwert gegenüber der aktuellen Transit-Custom-Generation um zehn Prozent verbessert.

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration zur IT-Administration an den landkreiseigenen ... (m/w/d)
    Landratsamt Schweinfurt, Schweinfurt
  2. SAP Job - SAP BW / 4HANA Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, München
Detailsuche

Der Unterboden ist glatt und die Außenspiegel bieten weniger Luftwiderstand. "Uns hat ein Klemper gesagt, dass er seine Kupferrohre gern im Laderaum transportieren würde, doch sie seien zu lang", berichtet Raghavachari. Sein Wunsch führte dazu, dass die Ingenieure die 12-Volt-Batterie unter dem Vordersitz entnommen und nun unter der Fronthaube platziert haben. Mit einer Durchreiche entstehen so 3,45 Meter Laderaumlänge.

Den Custom gibt es mit zwei Radständen und zwei Dachhöhen, wobei Ford noch nicht die genauen Maße nennt. Das Ladevolumen beträgt je nach Ausführung 5, 8 oder 9 Kubikmeter bei einer Nutzlast von jeweils 1.100 Kilogramm. Eine Anhängerkupplung für bis zu zwei Tonnen Zuglast wird angeboten. Der Heckantrieb arbeitet mit 100 oder 160 kW Leistung und bis zu 415 Newtonmeter Drehmoment. Die hinteren Räder sind einzeln aufgehängt, was bei Temposchwellen den Fahrkomfort erhöht, aber vor allem die Ladung vor dem Umkippen schützt.

Kunden plagt Reichweitenangst

Reichweitenangst ist bei den befragten Kunden ein großes Thema. D-Ford fand heraus, dass die übliche Tagesdistanz mit einem Transporter bei durchschnittlich 90 km liegt. Bei Lieferdiensten fällt sie höher aus, Handwerker sind oft für längere Zeitabschnitte bei Kunden oder auf Baustellen. Hier bietet der E-Transit Custom zwei Steckdosen im Laderaum für Werkzeuge oder zusätzliche Beleuchtung.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Pro-Power-Onboard-System stellt bis zu 2,3 kW Leistung für externe Geräte bereit. Die Energie kommt aus dem Akku im Fahrzeugboden, der mit seiner Kapazität von 74 kWh eine Reichweite von bis zu 380 km (WLTP) bietet. An der heimischen Wallbox oder auf dem Betriebshof lädt der Transporter mit 11 kW. Ford liefert und installiert auf Wunsch eine Wallbox. Mit dem Blue-Oval-Charging-Angebot findet man via App europaweit 300.000 öffentliche Ladepunkte.

Am Schnelllader steigt die Ladeleistung mit Gleichstrom auf bis zu 125 kW. In 41 Minuten wird von 15 auf 80 Prozent Akkukapazität geladen. "Es gibt ein Starter-Ladeprofil, bei dem in fünf Minuten 38 Kilometer Reichweite geladen sind, falls es mal eilig ist", sagt Hans Schep, Geschäftsführer von Ford Pro Europa. Für das Lademanagement bietet Ford eine Software, die den Haltern zeigt, wann Strom besonders günstig ist, um die Betriebskosten zu senken.

Ausfallzeiten um bis zu 60 Prozent senken

Als weitere große Sorge nennen Kunden Ausfallzeiten. Werkstatttage oder auch ein platter Reifen werfen jede Einsatzplanung über den Haufen. Rund 150 Signale vom Reifendruck bis zum Ladezustand sendet die 5G-Mobilfunkverbindung an einen Ford-Server. Die Halter sehen in einer App eine Auswertung. Flottenmanager nutzen den Service Ford Liive. Hier werden die Echtzeitdaten aller Fahrzeuge einer Flotte angezeigt.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Laut Herstellerangaben sorgte das System in diesem Jahr bereits für eine zusätzliche Verfügbarkeit von 145.000 Tagen, was die Ausfallzeiten um bis zu 60 Prozent reduziert. Bereits ab dem kommenden Jahr will Ford die Schwelle von einer Million angebundenen Fahrzeuge an das Liive-System überschreiten. Da sich eine Reifenpanne nicht vorhersehen lässt, baut Ford seinen mobilen Werkstattservice aus. In Deutschland und Großbritannien sind bereits 110 Werkstattwagen im Einsatz. Sie erledigen rund 70 Prozent aller Wartungs- und Reparaturarbeiten an Ort und Stelle.

Produktion startet erst im Herbst 2023

Einen Preis nennt Ford für den E-Transit Custom noch nicht. Die Produktion startet erst im Herbst 2023 im türkischen Werk in Kocaeli. Mit dem Start des größeren E-Transit ist CEO Ted Cannis sehr zufrieden. Seit Mitte 2022 wurden in Europa 8.300 Stück verkauft. Ford Pro will bis 2024 insgesamt vier Nutzfahrzeugmodelle mit E-Antrieb vorstellen.

Die elektrische Custom-Variante verkauft der US-Hersteller nur in Europa. Angeboten werden auch Passagierversionen mit zwei oder drei Sitzreihen. Eine besondere Option ist die doppelt L-förmige Trennwand. Sie ermöglicht eine zweite Sitzreihe mit zwei Plätzen sowie einen Bereich mit voller Ladetiefe. So müssen Fahrrad oder Surfbrett nicht außen transportiert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Ford E-Transit Custom: Ein Werkstattwagen mit rollendem Büro
  1.  
  2. 1
  3. 2


maxule 08. Sep 2022 / Themenstart

Ja schön, wenn sich jemand Gedanken macht, obendrein die Kunden fragt und es ihnen nicht...

nja666 08. Sep 2022 / Themenstart

Derzeit haben wir den L2H2 mit 125PS Dieselversion als 9 Sitzer/5+Rolli. Die E-Version...

M.P. 08. Sep 2022 / Themenstart

... 65% von 74 kWh sind 48 kWh Durchschnittliche Ladeleistung 70 kWh bei diesen...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloudgaming
Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
Eine Analyse von Daniel Ziegener

Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
Artikel
  1. Elektromobilität: Superschnelles Laden mit zwölf Megawatt
    Elektromobilität
    Superschnelles Laden mit zwölf Megawatt

    Das Unternehmen Paxos hat ein Hochleistungsladegerät mit Spezialstecker entwickelt. Der Industrie genügt eine weit geringere Leistung, aber autonome Fahrzeuge könnten das ändern.

  2. E-Mail-Hosting: Wir haben laufend Probleme mit GMX und Web.de
    E-Mail-Hosting
    "Wir haben laufend Probleme mit GMX und Web.de"

    Probleme, wie sie die Bahn jüngst mit GMX und Web.de hatte, kennt der Mailprovider Tinc schon lang. Antworten bleibe GMX schuldig, sagt uns der CEO.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  3. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /