Abo
  • Services:
Anzeige
Ein CNC-gesteuerter Thermodrucker schreibt Hello World auf einen Toast.
Ein CNC-gesteuerter Thermodrucker schreibt Hello World auf einen Toast. (Bild: Flickr/Windell Oskay/CC BY 2.0)

Foodprinting: Die Mahlzeit aus dem Drucker

Wer möchte eine Pizza aus Lebensmittelpaste und -pulver? Sogenannte Foodprinter, also Lebensmitteldrucker, könnten es bald möglich machen.

Anzeige

Captain Picard kann auch im Weltall jederzeit einen frisch gebratenen Wels zum Abendessen verzehren. Auf seinem Raumschiff Enterprise in der Science-Fiction-Saga Star Trek sorgt dafür der sogenannte Replikator.

Fiktive Spinnereien wie diese waren in der Vergangenheit schon oft Inspiration für die Wissenschaft - ganz gleich, ob es um die Fernbedienung, das Smartphone oder Hologramme geht. Mittlerweile arbeiten Forschungsteams aus aller Welt intensiv daran, Essen künstlich zu schaffen. Dabei setzen sich derzeit vor allem 3D-Druck-Verfahren durch, wie sie aus dem Maschinenbau bekannt sind.

Führend in Europa ist das Team um Kjeld van Bommel an der TNO, einer niederländischen Organisation für angewandte naturwissenschaftliche Forschung mit Sitz in Delft. Van Bommel ist davon überzeugt, dass der 3D-Drucker die Welt der Lebensmittel revolutionieren wird. Die Möglichkeiten für solches Fun-Food seien unendlich, glaubt der Wissenschaftler. "Ich würde gerne Gerichte erfinden, die es noch gar nicht gibt. Nahrungsmittel, die uns die neue Technologie überhaupt erst ermöglicht", sagt van Bommel auf einem TED Talk.

Hype um die Druckernahrung

"Derzeit entsteht durch viele Pressemitteilungen einzelner Firmen ein regelrechter Hype um das Thema. Dabei stehen wir noch ganz am Anfang", glaubt Philipp Urban. Es werde noch Jahre dauern, ehe eine komplette Mahlzeit aus dem 3D-Drucker komme. Neben dem Tempo scheitern die Geräte seiner Meinung nach vor allem noch an der Präzision. "Derzeit wird vor allem an der Genauigkeit der Extruder-Verfahren im 3D-Lebensmitteldruck gearbeitet. Die 3D-Drucker arbeiten noch lange nicht so präzise, wie wir es von den Geräten aus der Industrie gewohnt sind", sagt Urban.

Kjeld van Bommel ist da um einiges optimistischer. Die Niederländer wollen bereits 2015 Pflegeheime mit voll funktionsfähigen Foodprintern ausstatten. Den Plänen zufolge sollen die Drucker pro Minute ein Gericht erzeugen, das "vor allem für Patienten mit Kau- und Schluckproblemen interessant ist". Bis Ende dieses Jahres wird das Projekt von der EU mitfinanziert.

Das Drucken von Essen funktioniert im Wesentlichen wie das 3D-Printing in der Industrie. Am PC wird die gewünschte Form designt und dann ein Programm mit den Informationen an den Drucker geschickt. Dieser schafft dann Schicht für Schicht aus ganz unterschiedlichen Materialien das Produkt. Die Experten nennen das Vorgehen additiv. "Und dabei wird nicht immer nur gedruckt", erklärt van Bommel. Es gibt ganz unterschiedliche Ansätze, die Lebensmittel auf den Teller zaubern.

Die am weitesten verbreitete ist die Extruder-Methode. "Das Extruder-Verfahren funktioniert wie die Teigdüse von Oma", erklärt Philipp Urban, Leiter der Abteilung 3D-Druck-Technologie am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung. Dabei wird das gewünschte Material durch eine Vorrichtung gepresst und so Schicht für Schicht aufgetragen. So entsteht langsam eine dreidimensionale Figur. Anfangs wurde diese Methode zum Beispiel zum Drucken von Fotos auf Torten oder anderen Lebensmitteln angewendet. Mittlerweile drucken die Maschinen in die Höhe.

Interessenten gibt es bereits 

eye home zur Startseite
cry88 14. Mär 2014

Inwiefern ist es gesünder ein Steak erst vorher in den Mixer zu packen und dann...

cicero 13. Mär 2014

Die technischen Mittel und Methoden wären ja da. Aber es sieht ganz danach aus, als ob...

captaincoke 13. Mär 2014

Das. Zu glauben die Dinger könnten auf absehbare das Welthungerproblem lösen, ist...

furanku1 13. Mär 2014

Nein, eben gerade nicht. Es sind doch gerade die aktuellen technischen Hypes, die in der...

foobar2342 13. Mär 2014

Kennt noch wer http://de.wikipedia.org/wiki/Brust_oder_Keule mit Louis de Funès . Tja...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Chemische Fabrik Budenheim KG, Budenheim
  2. Continental AG, Lindau am Bodensee, Frankfurt
  3. VPV Versicherungen, Stuttgart
  4. Birkenstock GmbH & Co. KG Services, Neustadt (Wied)


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  2. (-15%) 42,49€
  3. (u. a. Elex 44,99€, Witcher 3 GotY 19,95€)

Folgen Sie uns
       


  1. Fraunhofer Fokus

    Metaminer soll datensammelnde Apps aufdecken

  2. Onlinehandel

    Bundesgerichtshof greift Paypal-Käuferschutz an

  3. Verbraucherschutz

    Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um

  4. Core-i-Prozessoren

    Intel bestätigt gravierende Sicherheitsprobleme in ME

  5. Augmented Reality

    Apple kauft Vrvana für 30 Millionen US-Dollar

  6. Lootboxen

    "Battlefront 2 ist ein Star-Wars-Onlinecasino für Kids"

  7. Stadtnetzbetreiber

    Von 55 Tiefbauunternehmen hat keines geantwortet

  8. Steuerstreit

    Irland fordert Milliardenzahlung von Apple ein

  9. Zensur

    Skype ist in chinesischen Appstores blockiert

  10. Eizo Flexscan EV2785

    Neuer USB-C-Monitor mit 4K und mehr Watt für Notebooks



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Orbital Sciences: Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
Orbital Sciences
Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
  1. Arkyd-6 Planetary Resources startet bald ein neues Weltraumteleskop
  2. Astronomie Erster interstellarer Komet entdeckt
  3. Nasa und Roskosmos Gemeinsam stolpern sie zum Mond

Coffee Lake vs. Ryzen: Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
Coffee Lake vs. Ryzen
Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
  1. Custom Foundry Intel will 10-nm-Smartphone-SoCs ab 2018 produzieren
  2. ARM-Prozessoren Macom verkauft Applied Micro
  3. Apple A11 Bionic KI-Hardware ist so groß wie mehrere CPU-Kerne

Smartphone-Kameras im Test: Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
Smartphone-Kameras im Test
Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
  1. Honor 7X Smartphone im 2:1-Format mit verbesserter Dual-Kamera
  2. Mini-Smartphone Jelly im Test Winzig, gewöhnungsbedürftig, nutzbar
  3. Leia RED verrät Details zum Holo-Display seines Smartphones

  1. Re: Hallo aus dem 1G-Land

    Drag_and_Drop | 00:47

  2. jemand'ne Ahnung wie man Trustzone bei AMD...

    Shrykull | 00:44

  3. habe meine Rechner auf AMD ohne A5/Trustzone...

    Shrykull | 00:35

  4. Re: Diesen Test können wir leider nicht durchführen.

    beko | 00:29

  5. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen...

    quineloe | 00:26


  1. 17:45

  2. 17:20

  3. 17:06

  4. 16:21

  5. 15:51

  6. 15:29

  7. 14:59

  8. 14:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel