Fondsmanager über Handelskrieg: "Nur der Kapitalmarkt kann Trump zum Einlenken bewegen"

Der erfahrene deutsche Fondsmanager Thomas Schüssler glaubt, dass die Börse den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump im Handelsstreit zu Kursänderungen bringen kann: "Der Kapitalmarkt kann schaffen, was kein Staatschef der Welt schaffen kann: Trump zum Einlenken zu bewegen" , sagte Schüssler im Interview mit dem Spiegel(öffnet im neuen Fenster) . "Keine amerikanische Regierung kann lange gegen den Aktien- und Anleihemarkt bestehen." Trump blieben nur noch Wochen, um seine Zollpolitik zu ändern.
Die international tätigen Großkonzerne reagieren tatsächlich empfindlich auf Maßnahmen einer Regierung, die ihre Kurse schwächen.
Nachdem der US-Präsident am Liberation Day weitreichende Zollpläne für fast jedes Land der Welt vorgestellt hatte, waren die Kurse an den Aktienbörsen massiv eingebrochen. Auch US-Staatsanleihen waren unter Druck geraten. Viele Amerikaner, die in Aktien investiert haben, bekommen das unmittelbar zu spüren. Dadurch wachse der Druck auf den amerikanischen Präsidenten, sagte Schüssler. "Trump kann die Wall Street nicht abschaffen, feuern oder einschüchtern."
Fondsmanager nutzt Krise zum Einkaufen
Schüssler verwaltet seit 2005 den rund 18,5 Milliarden Euro schweren Dividendenfonds der Deutsche-Bank-Tochter DWS. Für Anleger könne die aktuelle Marktphase auch eine Opportunität sein, glaubt der Fondsmanager. "Wo eine Krise ist immer auch eine Chance, relativ preiswert an gute Aktien zu kommen." Viele Investoren hätten sich in Panik von ihren Anteilsscheinen getrennt. "Jetzt bekommen Sie Aktien im Sonderangebot."