Folio Photonics: Neue optische Discs sollen Blu-Rays für Back-ups ersetzen

Wie Tape-Storage werden auch optische Datenträger wie Blu-Rays als Back-up-Medien verwendet. Sie sind relativ günstig und lassen sich einfach beschreiben und einlagern. Das Start-up Folio Photonics(öffnet im neuen Fenster) will eine noch bessere Back-up-Lösung entwickeln. Es werden optische Discs entwickelt, die auf mehr als 16 Lagen Daten abspeichern können. So sollen Datenträger mit Kapazitäten von einem Terabyte entstehen. Zum Vergleich: Eine BD-R (Blu-Ray Disc Recordable) kann auf vier Ebenen etwa 128 GByte an Daten speichern.
Durch die hohe Datendichte sollen die neuen Discs vor allem kosteneffizient sein. Das erste Produkt wird laut Informationen des Magazins Techradar Pro(öffnet im neuen Fenster) ungefähr 3 US-Dollar kosten. Entsprechend wird ein Terabyte Back-up-Storage bei etwa 3 US-Dollar liegen. Magnetbänder werden hier weiterhin den Vorteil haben, dass mehr Daten auf einen Datenträger passen. Der Standard LTO-13 sieht etwa komprimiert 720 TByte pro Band vor.
10-TByte-Discs bis 2030
Das Ziel von Folio Photonics soll es bis 2030 zumindest sein, Datenträger mit maximal 10 TByte Kapazität anzubieten. Die Disc könnte damit im Enterprise-Bereich andere optische Medien wie BD-R und DVDs ersetzen, wenn sie bei angestrebten 1 US-Dollar pro TByte verkauft werden können.
Allerdings gibt es dabei auch einen Nachteil: Die passenden Laufwerke, mit denen Daten auf neuen Scheiben geschrieben und gelesen werden, werden wohl erst einmal 3.000 bis 5.000 US-Dollar kosten. Blu-Ray als bereits etabliertes Medium kann mit wesentlich günstigeren Laufwerken verwenden werden. Es wird sich zeigen, wie sich das Start-up mit dem eigenen Produkt gegen (noch) günstigeres Blu-Ray und etabliertes LTO-Tape durchsetzen kann.