Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Foldable: E-Ink zeigt faltbares Display für E-Book-Reader

Das Unternehmen zeigt einen wesentlich weiterentwickelten Prototyp. Das E-Paper-Display verfügt über Touch-Eingabe und zwei Leseleuchten.
/ Oliver Nickel
10 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
E-Ink baut weiterhin an faltbaren Displays. (Bild: E-Ink)
E-Ink baut weiterhin an faltbaren Displays. Bild: E-Ink

E-Ink hat in Tokio ein E-Paper-Display vorgestellt, das sich in der Mitte falten lässt. Damit ließen sich E-Book-Reader im Taschenbuchformat bauen. Ein Video, welches vom Youtube-Kanal Hic Tech veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) wurde, zeigt das Konzept. Es handelt sich dabei um ein 10,3 Zoll großes Panel, das über Toucheingabe verfügt. Auch Stift-Eingabe per Digitizer soll möglich sein. Dieser Teil stammt wohl von Wacom.

Ein ähnliches Konzept stellte das Unternehmen bereits einmal vor drei Jahren vor. Allerdings wurde aus der Idee nie ein fertiges Produkt. Das jetzt gezeigte Material beweist aber, dass weiterhin am Foldable festgehalten wird. Dabei handelt es sich auch in diesem Fall wohl um ein reines Graustufen-Panel, obwohl E-Ink auch bereits Farbdisplays mit E-Paper-Technik gezeigt hat.

Das kurze Video verdeutlicht weitere Nachteile des E-Papers: Noch immer ist die Bildaktualisierungsrate sehr niedrig und die Pixelreaktionszeit ist so träge, dass sie mit bloßem Auge wahrgenommen werden kann. Der Bildschirm ist für Bewegtbilder daher noch immer nicht geeignet.

Der faltbare Formfaktor kann allerdings für das Anzeigen von Comics, Magazinen oder Büchern gut geeignet sein, da Printmedien zumeist auf Hochkantseiten in der typischen Buchform gedruckt werden und daher auch in einer digitalen Version ohne größeren Aufwand dargestellt werden können. Auch ist das Konzept etwas platzsparender.

Der E-Reader hat an der rechten Seite mehrere physische Knöpfe verbaut, die zum Navigieren im Betriebssystem gedacht sind. An der Oberkante sind zwei Leuchten ausklappbar. Die sorgen in dunklen Umgebungen für Licht, da E-Paper-Displays normalerweise nicht von selbst strahlen.

Auch beim gezeigten Modell ist nicht klar, ob und wann ein kaufbares Produkt als Foldable erhältlich sein kann. Das Konzept stellt lediglich dar, was mit dem aktuellen Entwicklungsstand auf diesem Gebiet möglich ist.


Relevante Themen