Förderung von Elektroautos: Wie muss die Kaufprämie reformiert werden?
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Die neue Kauf- und Leasingprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride kann bislang als Erfolg bezeichnet werden. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen deutlich mehr E-Autos als im Vorjahr auf die Straße. Seit dem offiziellen Start der Prämie im Mai 2026 wurden mehr als 100.000 Anträge gestellt, von denen bis Ende Juli etwa ein Viertel gebilligt wurde. Dennoch gibt es berechtigte Kritik an den Förderbedingungen.
Unstrittig dürfte sein, dass es ebenso wie bei der früheren Kaufprämie eine Preisgrenze für geförderte Fahrzeuge geben sollte. Denn es ist nicht nachvollziehbar, warum die Anschaffung von Luxusautos wie dem BMW i7 oder dem Porsche Taycan mit Steuermitteln finanziert werden soll.
Deckelung bei 60.000 Euro sinnvoll
Warum der federführende Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) auf eine Deckelung verzichtete, ist unklar. Möglicherweise ging er davon aus, dass die Beschränkung auf niedrige Haushaltseinkommen solche Anschaffungen verhindere. Doch das ist bestenfalls als naiv zu bezeichnen. Vielleicht nahm die Regierung das auch billigend in Kauf, da von dem Verzicht auf die Deckelung am ehesten deutsche Oberklassehersteller profitieren. Dem Steuerzahler ist das jedoch schwer zu vermitteln.
Eine Deckelung auf etwa 60.000 Euro Nettolistenpreis wäre vertretbar. Dann wären sogar noch Modelle wie der BMW iX3 50 xDrive oder der Mercedes-Benz C 400 förderfähig – erst recht sämtliche Versionen der Tesla Model Y und Model 3. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) müsste dann wieder eine Liste der förderfähigen Fahrzeuge pflegen. Doch daran sollte die Deckelung nicht scheitern.
Keine Plug-in-Hybride fördern
Absehbar war hingegen von Anfang an, dass von der Förderung von Plug-in-Hybriden chinesische Hersteller überproportional profitierten. Denn die deutschen Hersteller lassen sich ihre Teilzeitstromer teuer bezahlen, während chinesische Anbieter keine Strafzölle auf Plug-in-Hybride abführen müssen. Zudem liegt die maximale Fördersumme bei 4.500 Euro, während es für vollelektrische Autos bis zu 6.000 Euro vom Staat gibt.
Gerade wegen der höheren Margen verkauft die deutsche Autoindustrie lieber Plug-in-Hybride als reine E-Autos, zudem profitieren die Zulieferer stärker von der ebenfalls vorhandenen Verbrennertechnik. Wegen der starken Konkurrenz fordert VW-Chef Oliver Blume inzwischen höhere Zölle für chinesische Plug-in-Hybride.
Bislang greifen Kunden aber fast ausschließlich zu batterieelektrischen Autos. Der Anteil der geförderten Plug-in-Hybride liegt bei niedrigen 7,7 Prozent. Das geht aus einer Auswertung(öffnet im neuen Fenster) (PDF) des Bafa hervor. Aus diesem Grund dürften es die deutschen Hersteller verschmerzen können, wenn die Förderung komplett gestrichen würde. Das wäre auch ökologisch sinnvoller, da Fahrer von Plug-in-Hybriden den Elektroantrieb bekanntlich selten nutzen.
Darüber hinaus gibt es Überlegungen, nur Fahrzeuge zu fördern, die in der EU produziert wurden.
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