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Kia, Hyundai und Toyota betroffen

Die E-Autos der südkoreanischen Hersteller Hyundai und Kia sowie japanische Fabrikate würden durch eine EU-Präferenz ebenfalls benachteiligt. Modelle von Hyundai und Kia machen knapp 12 Prozent der geförderten E-Autos aus. Der Kia EV4 wird seit August 2025 auch in der Slowakei produziert.

Bei 100.000 eingereichten Förderanträgen ist davon auszugehen, dass in diesem Jahr rund jedes fünfte E-Auto mit der Hoffnung gekauft wurde, einen staatlichen Zuschuss zu erhalten. Dennoch hält der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer die Prämie für überflüssig(öffnet im neuen Fenster). Da im Juli dieses Jahres fast 30 Prozent der Neuwagen vollelektrisch gewesen seien, sei die Nachfrage ohnehin groß genug. Zudem reduzierten die Hersteller ihre Rabatte, was einen Teil der Prämie aufzehre.

Bratzel: Unfaire Geschäftspraktiken vermeiden

Nicht ganz so weit geht der Leiter des Center of Automotive Management (CAM), Stefan Bratzel. In einer Analyse der Marktentwicklung(öffnet im neuen Fenster) konstatierte er Zuwächse chinesischer und anderer Anbieter zulasten deutscher Hersteller. Statt einer Abschaffung der Prämie forderte er jedoch: "Förderrichtlinien und Regulation sind entsprechend anzupassen, so dass die Wertschöpfung vorwiegend in Europa stattfindet und unfaire Geschäftspraktiken vermieden werden."

Gut möglich, dass die Marktanteile von deutschen und europäischen Herstellern in nächster Zeit wieder zulegen. Denn der VW-Konzern bringt in diesem Jahr mehrere neue Einstiegsmodelle auf den Markt. Die Nachfrage nach dem ID.Polo oder ID.Cross von VW oder dem Cupra Raval auf Basis der neuen MEB+-Plattform scheint groß. Sogar Audi produziert mit dem A2 erstmals einen elektrischen Kompaktwagen.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Es ist daher nicht davon auszugehen, dass die Kaufprämie in nächster Zeit vor allem die Anschaffung chinesischer Autos fördert. Wobei der Wechsel auf einen anderen Antrieb offenbar die Bereitschaft steigen lässt, seine vertraute Marke zu wechseln. Ein Förderprotektionismus könnte hingegen dazu führen, dass der Konkurrenzdruck auf die übrigen Hersteller wieder abnimmt und damit deren Rabatte weiter sinken.

Das vorrangige Ziel der Prämie sollte ohnehin im Hochlauf der E-Mobilität bestehen. Diese wäre durch eine Deckelung des förderfähigen Kaufpreises sicher nicht gefährdet. Die Förderung von Plug-in-Hybriden ist hingegen aus Gesichtspunkten des Klimaschutzes verzichtbar. Wenn schon E-Mobilität, dann richtig.


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