Förderung: Vodafone will sich nicht auf Open RAN festlegen

Der Chief Technology Officer von Vodafone Deutschland hat offen Bedenken zu Open RAN dargelegt. Er fürchtet eine neue US-Dominanz.

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Minister Scheuer überreicht Förderbescheid an Mack von Vodafone (rechts).
Minister Scheuer überreicht Förderbescheid an Mack von Vodafone (rechts). (Bild: Bundesverkehrsministerium)

Open RAN steht noch am Anfang, daher will sich Vodafone "nicht zu früh festlegen". Das sagte Gerhard Mack, Chief Technology Officer des Netzbetreibers, am 9. November 2021 im Bundesverkehrsministerium bei der Vergabe von Förderbescheiden für den Bereich. O-RAN sei auch "kein Selbstläufer", räumte Mack ein.

Den Feldversuch zu Open-RAN mache Vodafone in Deutschland mit zwei Herstellern, darunter Nokia, in Plauen im Vogtland. Auch in mehreren anderen Ländern wird Open RAN von Vodafone getestet. Vodafone UK hatte Samsung als Lieferanten für 5G-Infrastruktur ausgewählt. Vodafone UK sprach im Juni 2021 vom "ersten kommerziellen Einsatz von Open Radio Access Network (Open RAN) in Europa". Vodafone führt auch in Irland, im Kongo und in der Türkei mit Parallel Wireless TIP-Open-RAN-Versuche durch. Open RAN tritt in Konkurrenz zum traditionellen RAN, das derzeit von fünf Herstellern global dominiert wird: Nokia und Ericsson aus (Nord-)Europa, Huawei und ZTE aus China und Samsung aus Südkorea.

Vodafone: Open RAN und ein neues Oligopol

Mack betonte, man wolle nicht, dass sich bei Open RAN "wieder ein Oligopol bildet". Weiter bestehe durch Open RAN "die Gefahr, dass unsere zwei großen Hersteller verlieren", sagte Mack mit Blick auf die europäischen Konzerne Ericsson aus Schweden und Nokia aus Finnland. Es gebe bei Open RAN "sehr viele amerikanische Anbieter und nicht sehr viele europäische. Wir brauchen mehr europäische Hersteller und mehr deutsche Firmen bei Open RAN. Eine Verschiebung der Gewichte nach Nordamerika wollen wir nicht", sagte Mack wörtlich.

Jan van Tetering, Senior Vice President Europe von Nokia, erklärte, dass Open RAN das Entkoppeln von Hardware und Software bedeute. Was fehle, sei aber "eine einheitliche umfassende Standardisierung, trotz vieler Fortschritte ist noch viel zu tun." Open RAN müsse genauso gut oder besser als bestehende Netzwerke sein. Open RAN entwickele sich noch und manche technische Hürde müsse überwunden werden. Doch Nokia sei führend bei Open RAN, betonte van Tetering.

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