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Förderung: Staatsminister will 50-MBit-Kupferkabel aufgeben

Förderprojekte, die teilweise noch auf Kupfer basieren, sollen auf echte Glasfaser hochgestuft werden. Daran arbeitet die neue Bundesregierung nach viel Kritik in den Medien und von den Verbänden.

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Übergabe der Förderbescheide
Übergabe der Förderbescheide (Bild: Bundesverkehrministerium)

Die potenzielle neue Bundesregierung will die Förderung von Ausbauprojekten, die teilweise auf Kupfer oder Koaxialkabel basieren, überprüfen und echte Glasfaserzugänge (FTTB/FTTH) daraus machen. Das sagte Helge Braun, Verhandlungsführer der CDU für Digitalthemen bei den Koalitionsgesprächen und Staatsminister im Kanzleramt, Heise.de: "Wir geben nicht die Haushalte auf, aber die 50-MBit-Kupferkabel. Wir wollen, dass diese Haushalte nun prioritär beim Glasfaserausbau berücksichtigt werden".

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Betroffen von der Überprüfung sind bislang noch in der Planungsphase oder noch in der Ausschreibung befindliche Förderprojekte im Rahmen des Breitbandförderprogramms des Bundes. Ziel ist es demnach, Ausbauprojekte, die noch auf kupferbasierte Internetanschlüsse (VDSL/VDSL Vectoring, Koax-Kabel) setzen, zu reinen Glasfaser-Ausbauprojekten hochzustufen. Ideen für ein Upgrade solcher FTTC-Projekte gab es bereits seit längerem in verschiedenen Regierungsbereichen.

Breko: kein Steuergeld für Vectoring

Der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) begrüßt dieses Vorhaben ausdrücklich. Der Verband hatte bereits seit längerem erklärt: Für kupferbasierte Übergangslösungen wie (Super-)Vectoring solle es keine Fördergelder mehr geben. "Die Idee eines Förder-Upgrades hin zu reinen Glasfaseranschlüssen zahlt auf den von allen Beteiligten gewünschten und im Koalitionsvertrag gewollten Netzinfrastrukturwechsel zur Glasfaser bis 2025 ein", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers.

Selbst im Kupferanschlussnetz werden aber keine Kupferanschlüsse gefördert, sondern die Glasfasererschließung der Kabelverzweiger (KVz). Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2018 alle deutschen Haushalte mindestens über eine Datenübertragungsrate von 50 MBit/s verfügen. Um dieses kurzfristige Ziel zu erreichen, fließt Förderung in Vectoring statt in FTTH (Fiber To The Home) und FTTB (Fiber To The Building).

Das versucht das Bundesverkehrsministerium zu verschleiern, indem keine klaren Angaben dazu gemacht werden, welchen Anteil echte Glasfaserzugänge an der staatlichen Förderung haben. Ein Ministeriumssprecher sagte Golem.de im Januar 2018 auf Anfrage: "Die Mehrzahl der Kommunen und Landkreise setzen bei ihren Förderanträgen auf die Glasfasertechnologie: Rund 95 Prozent der investiven Mittel des Bundesprogramms gehen in den Glasfaserausbau. Die Zahlen ergeben sich aus den Angaben der im 5. Aufruf eingereichten Förderanträge." Diese Aussagen sind nur bedingt hilfreich: Wenn 95 Prozent in Glasfasertechnologie fließen, werden höchstwahrscheinlich FTTC (Fiber To The Curb), FTTB (Fiber To The Building) und FTTH (Fiber To The Home) zusammengerechnet.



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bombinho 20. Feb 2018

Ich hatte auch mal einen Azubi, dem hatte der Big Boss sogar angeboten, die...

Marcellus5000 16. Feb 2018

Ahh das freut mich zu hören. Ich habe nämlich so einen Anschluss im Nahbereich. Dann...

sneaker 14. Feb 2018

Reicht trotzdem nicht. Die drosseln da am BNG so stark, daß maximal 95 Mbit/s Netto...

Prokopfverbrauch 14. Feb 2018

Wenn du FTTB hast, und es nicht daran liegt, das jemand aus deiner Familie die ganze...


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