Förderung: Bayern bezahlt Schließung von Mobilfunklücken

Alle drei Mobilfunk-Ausrüster wollen Funklücken in Bayern schließen. Dabei wird geschickt umgangen, dass Zuschüsse zum Ausbau des Mobilfunknetzes nach EU-Recht nicht möglich sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Ausbau des Mobilfunks auf dem Lande
Ausbau des Mobilfunks auf dem Lande (Bild: Deutsche Telekom)

Bayern fördert den Mobilfunkausbau in dünnbesiedelten Regionen. Das gab Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bekannt. "Verfügbarkeit und Qualität der Dienste werden bis ins Jahr 2020 nachhaltig verbessert. Darauf konnte ich mich mit den Telekommunikationsunternehmen verständigen", erklärte Aigner.

Stellenmarkt
  1. IT Application Manager (m/w/d) Jira / Confluence
    medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
  2. Projektmanager (m/w/d) Digitale Studiotechnik International
    RSG Group GmbH, Berlin
Detailsuche

Zuschüsse zum Ausbau des Mobilfunknetzes sind nach EU-Recht nicht möglich. Im Rahmen des bayerischen Förderprogramms soll die Einrichtung eines neuen Standortes daher durch die Kommunen gefördert werden, der dann allen Betreibern als Mieter offen stehen soll. Bis zur Genehmigung der Förderrichtlinie in Brüssel sollten die Gemeinden daher bei ihren Bürgern für Mobilfunkstandorte im Ort werben, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer.

Die Telekom Deutschland habe zugesagt, "eigeninvestiv bis Ende 2020 rund 6.300 Standorte in Bayern zu betreiben und die Versorgung entlang der wichtigen Verkehrswege, aber auch im ländlichen Raum weiter zu verbessern. Hierzu sollen auch BOS-Standorte genutzt werden", erklärte das Ministerium. Die Telekom hatte selbst bekanntgegeben, dass sie bis zum Jahr 2020 rund 1.000 neue Mobilfunkstandorte in Bayern plane. Es gehe um die Versorgung wichtiger Verkehrswege wie Autobahnen und Bahnstrecken sowie den ländlichen Raum.

Zusagen der Netzbetreiber

Vodafone Deutschland und Telefónica Deutschland werden nach Ministeriumsangaben bis zum Jahr 2020 jeweils rund 5.500 Masten in Bayern betreiben und zusätzlich BOS-Masten nutzen.

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch in anderen Bundesländern gibt es Funklöcher: Seit Anfang Mai haben die Brandenburger auf der Seite funkloch-brandenburg.de 23.024 Funklöcher gemeldet. Das teilte die CDU-Fraktion Brandenburg mit, die die Messung im Mai 2017 gestartet hatte.

Es gibt trotz der Marketingversprechungen der Netzbetreiber sehr viele Funklöcher bei der Versorgung mit mobilem Internet im deutschen Mobilfunk. Das ergab der Netztest der Computer Bild, für den über eine App drei Millionen Datenverbindungen und mehr als zwei Millionen Gesprächsminuten von 49.597 Nutzern gesammelt wurden. Je nach Netz und Aufenthaltsort sitzen laut den Ergebnissen vom Dezember 2016 beim mobilen Internet 30 bis 45 Prozent der Deutschen im Smartphone-Funkloch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloud-Ausfall
Eine AWS-Region als Single Point of Failure

Ein stundenlanger Ausfall der AWS-Cloud legte zentrale Dienste und sogar Amazon selbst teilweise lahm. Das zeigt die Grenzen der Cloud-Versprechen.
Ein Bericht von Sebastian Grüner

Cloud-Ausfall: Eine AWS-Region als Single Point of Failure
Artikel
  1. Euro NCAP: Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis
    Euro NCAP
    Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis

    Mit dem Renault Zoe sollte man keinen Unfall bauen. Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt das Elektroauto null Sterne.

  2. Hohe Nachfrage: BMW plant Sonderschichten für den neuen i4
    Hohe Nachfrage
    BMW plant Sonderschichten für den neuen i4

    Das neue Elektroauto ist begehrt: Die Wartezeiten für den BMW i4 könnten ohne zusätzliche Produktion auf bis zu ein Jahr steigen.

  3. Wirtschaftsministerium Niedersachsen: Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband
    Wirtschaftsministerium Niedersachsen
    "Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband"

    Das Recht auf schnelles Internet und Universaldienstverpflichtung sind im neuen Telekommuniktionsgesetz (TKG) noch nicht bestimmt. Bisher gilt eigentlich ein absurder Wert aus der Vergangenheit.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /