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Foam: Geodaten auf der Blockchain

Sinnvolle Blockchain-Anwendungen sind noch immer rar. Das Unternehmen Foam aus Brooklyn will Location Services auf die Blockchain bringen und setzt dabei auf ein Lora-Netzwerk statt auf GPS.

Artikel von Dirk Koller veröffentlicht am
Eine mögliche Anwendung von Blockhain in Location Services: Flugtaxis (im Bild ein Modell des von Uber geplanten Taxis)
Eine mögliche Anwendung von Blockhain in Location Services: Flugtaxis (im Bild ein Modell des von Uber geplanten Taxis) (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

GPS ist allgegenwärtig. Ob im Handy, im Auto oder in der Drohne, es geht nicht mehr viel ohne die Ortsinfos aus dem All. Das US-Satellitennavigationssystem ist zum Synonym für die Satellitendaten geworden, hat aber mit Galileo, Glonass, Beidou und QZSS in den vergangenen Jahren Konkurrenz bekommen. Allen Anbietern gemein ist eine Reihe von Problemen: Die Funksignale sind anfällig für Attacken. Sie lassen sich mehr oder weniger leicht stören (Jamming) oder schlimmer noch manipulieren (Spoofing).

Doch auch ohne böswillige Angriffe haben die Systeme ihre Schwächen. In urbaner Umgebung, unter Brücken, in Gebäuden oder im Wald besteht wenig oder kein Empfang. Bei Sonnenstürmen droht ein Komplettausfall. Dazu kommen eine relativ lange Zeit für die Positionsbestimmung und ein hoher Stromverbrauch des Empfängers. Für das aufziehende Zeitalter von autonomem Fahren, Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und fliegenden Taxis sind das zentrale Problem.

In blockchain we trust

Bei einigen dieser Probleme geht es um Vertrauen. Vertrauen in die Qualität der Geodaten. Ist die übermittelte Koordinate korrekt? Befindet sich an der Position wirklich der Landeplatz für das autonome Flugtaxi oder dummerweise der örtliche Baggersee? Ist die Strecke befahrbar? Um diese Probleme zu lösen, setzt das junge Unternehmen Foam auf eine Technik, die das Vertrauen in Daten neu definieren soll: die Blockchain.

Auch wenn die Nachrichten aus der Kryptowährungsszene oft alles andere als vertrauenerweckend sind, beinhaltet die Technologie durch Offenheit, Validierung und den Verzicht auf eine zentrale Instanz doch die Grundlagen für eine neue Form des maschinengenerierten Vertrauens. Dieses Vertrauen auf die physische Welt auszuweiten, ist die Mission von Foam.

Pokémon Go 2.0?

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Die Anwendungen, die eine Verknüpfung von Blockchain und Geolocation ermöglichen, sind vielfältig. Denkbar sind sowohl einfache Dienstleistungsszenarien, bei denen nachgewiesen wird, dass zum Beispiel ein Fahrzeug zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort war, als auch faszinierende Spiele. Der Blockchain-Entrepreneur Matt Liston beispielsweise sieht Potenzial für Augmented-Reality-Anwendungen, bei denen Spieleentwickler physische Objekte mit digitalen Eigenschaften versehen, ähnlich Pokémon-Go: "Ein Benutzer kann eine Nachricht oder ein Token an einem physischen Ort ablegen, die nur vom nächsten Benutzer empfangen werden kann, der diesen Ort physisch besucht." Als erste Anwendung entsteht derzeit eine "konsensbasierte und zensurresistente Weltkarte".

Crypto-Spatial Coordinates - neuer Standard für Blockchain-Nutzung 
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Lemo 02. Aug 2018

Wie gesagt, für Banktransaktionen oder allgemeinen Finanztransaktionen sicherlich. Aber...

neokawasaki 02. Aug 2018

Interessantes Projekt! Aber es ist zunächst nicht mehr als ein weiterer ICO mit völlig...

Nec 02. Aug 2018

Du hast Recht. Ich habe extra im Whitepaper nachgesehen, was jetzt eigentlich gemeint...

neokawasaki 02. Aug 2018

Im Artikel ist die Rede von Ethereum smart contracts, das whitepaper spricht von...

Sinnfrei 01. Aug 2018

Vor allem wenn die Geodaten schon falsch in die Blockhain geschrieben werden.


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