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Crypto-Spatial Coordinates - neuer Standard für Blockchain-Nutzung

Um Geodaten in einer Blockchain, beispielsweise in Smart Contracts, zu verwenden, wird ein weltweit gültiger Standard für die Codierung dieser Daten benötigt. Momentan existiert zwar eine Vielzahl von Systemen - Postadressen, geografische Koordinaten, projizierte Koordinaten und so weiter -, die aber alle ihre spezifischen Probleme haben, zum Beispiel mit Genauigkeit, globaler Verfügbarkeit, Offenheit oder Maschinenverarbeitbarkeit.

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Foam will hier mit der Crypto-Spatial Coordinate (CSC) einen neuen Standard für die Blockchain-Verwendung etablieren. Erforderlich ist eine "Assoziation von Contract-Adresse und physischer Adresse", wie Kristoffer Josefsson, Mitgründer und Technikchef des Brooklyner Unternehmens sagt. Grundlage dafür ist das offene Geohash-Format, bei dem ähnlich wie bei einem URL-Shortener, aus Breiten- und Längengrad eine kurze Zeichenkette erzeugt wird. Der Geohash wird zur Crypto-Spatial Coordinate, indem er mit einer Ethereum-Smart-Contract-Adresse verknüpft wird.

Zur Visualisierung des neuen Koordinatenformats und zugehöriger Smart Contracts arbeitet Foam an einer Web-Anwendung mit dem etwas sperrigen Namen Spatial Index and Visualizer (SIV). Mit diesem Werkzeug lassen sich die Daten nicht nur auf einer Karte darstellen, sondern auch neue Smart Contracts anlegen. Intern werden dabei REST-Webservices mit einem offenen API aufgerufen, die mit dem räumlichen Index interagieren. SIV ist Open Source, der Quellcode in PureScript geschrieben, einer funktionalen Programmiersprache, die sich zu Javascript kompilieren lässt. Er kann also von Entwicklern eingesehen und als Inspiration für eigene Foam-Anwendungen genutzt werden.

Proof-of-Location-Protokoll

Der spannendste Teil des Foam-Projekts nennt sich, angelehnt an die Blockchain-Validierungsmechanismen Proof of Work und Proof of Stake, etwas großspurig Proof of Location. Hinter dem Buzzword verbirgt sich ein Netz von Lora-Stationen, mit dessen Hilfe sichergestellt werden soll, dass sich ein Event oder Agent (also das Flugtaxi) zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort befindet. Lora ist eine drahtlose Übertragungstechnik, die sich in der IoT-Szene großer Beliebtheit erfreut.

Analog zu den eingangs erwähnten Satellitennavigationssystemen soll auch hier die Ortsermittlung auf der Triangulation der Signale basieren. Aus den Winkeln und der Laufzeit, die das Signal zwischen Empfänger und zeitsynchronen Sendern verbringt, kann die Position bestimmt werden. Mindestens vier Stationen in einem Bereich werden benötigt, um eine Zone zu bilden. Innerhalb dieser Zone lässt sich die Position eines Empfängers dann relativ zur Zone ermitteln.

Lora und The Things Network

Die Lora-Technologie ist hardwareseitig ausgereift, und mit LoraWAN existiert ein Software-Standard, der von mehr als 500 Unternehmen in der Lora-Alliance unterstützt wird. Die verwendeten Chips brauchen wenig Energie und senden etwa 5 bis 15 Kilometer weit. Dabei werden in der Regel (länderabhängig) lizenzfreie Frequenzen des Radiospektrums genutzt, es kann also jeder mitmachen. Als dezentrales Netz ist Lora weniger anfällig für Angriffe und Umwelteinflüsse, wie etwa die eingangs genannten Sonnenstürme.

Allerdings werden selbst für eine rudimentäre Abdeckung eine Menge an verteilten Beacons, im Foam-Jargon "Zone Anchors", benötigt. Möglicherweise muss hier aber nicht bei Null angefangen werden. Mit dem The Things Network besteht eine Community, die ein Lora-Netzwerk aus weltweit knapp 4.000 mit dem Internet verbundenen Gateways betreibt und die unter Umständen das Foam-Projekt unterstützen könnte. Zumindest Hotspots wie Großstädte sind hier schon gut abgedeckt. Allerdings müssten die Betreiber wohl andere Software auf ihre Geräte installieren.

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 Foam: Geodaten auf der BlockchainMining von Triangulationen 
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Lemo 02. Aug 2018

Wie gesagt, für Banktransaktionen oder allgemeinen Finanztransaktionen sicherlich. Aber...

neokawasaki 02. Aug 2018

Interessantes Projekt! Aber es ist zunächst nicht mehr als ein weiterer ICO mit völlig...

Nec 02. Aug 2018

Du hast Recht. Ich habe extra im Whitepaper nachgesehen, was jetzt eigentlich gemeint...

neokawasaki 02. Aug 2018

Im Artikel ist die Rede von Ethereum smart contracts, das whitepaper spricht von...

Sinnfrei 01. Aug 2018

Vor allem wenn die Geodaten schon falsch in die Blockhain geschrieben werden.


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