Fntastic: The Day Before ist "absolute Rotze"

Immerhin: "Hatte noch nie so viel Spaß, ein Spiel zu deinstallieren wie das hier" , hat ein Spieler das gerade im Early Access veröffentlichte The Day Before auf Steam(öffnet im neuen Fenster) kommentiert. Ein anderer bezeichnete es als "absolute Rotze" , ein weiterer als "Trash pur" . Wer ein bisschen sucht, findet noch drastischere Begriffe.
Relativ oft ist zu lesen, dass eine Rückerstattung des Kaufpreises in die Wege geleitet worden sei. Im Schnitt erreicht das von Fntastic produzierte Spiel wenige Stunden nach dem Start des Early Access auf Basis von vielen Tausend Bewertungen die Note "äußerst negativ" .
Zwar war in den vergangenen Monaten vor der Veröffentlichung zumindest von Teilen der Community ein Debakel befürchtet worden. Davor galt The Day Before aber lange Zeit als Hoffnungsträger: Zeitweise war es das am meisten gewünschte Spiel auf Steam.
Nun fühlen sich offensichtlich viele Käufer getäuscht. Ein Vorwurf ist, dass das Entwicklerstudio Fntastic eigentlich ein eher komplexes Open-World-Survivalgame angekündigt habe.
Nun hätten die Macher aber einen simplen Extraction Shooter abgeliefert - bei dem auch noch kaum etwas richtig funktioniere. Es gebe Probleme mit den Servern, der Grafik und dazu generell viele Bugs.
In den vergangenen Monaten führte das ambitionierte Projekt immer wieder zu Diskussionen. Hintergrund ist, dass unklar war, ob das Entwicklerstudio Fntastic damit nicht überfordert sei. Zudem gab es im Frühjahr 2023 offenbar rechtliche Probleme wegen des Namens - allerdings sind diese Schwierigkeiten inzwischen gelöst.
Zweifel am Entwicklerstudio Fntastic
In der Community gab es damals den Verdacht , dass es The Day Before gar nicht gebe oder sich das Spiel in einem sehr schlechten Zustand befinde. Zeitweise war die Veröffentlichung für den 1. März 2023 geplant, der Termin wurde dann aber verschoben. Die Sache mit dem Namensstreit galt vielen als Ausrede.
Zusätzlich ist Fntastic wegen seines Umgangs mit Mitarbeitern umstritten. Das Studio hat keinen festen Sitz, sondern wird von den beiden Gründern mobil betrieben. Angeblich gibt es rund 100 Angestellte in aller Welt. Dazu sollen mehr als 40 Freiwillige kommen, die nicht bezahlt werden.



