Flying V: TU Delft testet avantgardistisches Flugzeug

Ein V-förmiges Flugzeug soll effizienter sein als das herkömmliche Rumpf-Tragflächen-Design.

Artikel veröffentlicht am ,
Flying V beim Erstflug
Flying V beim Erstflug (Bild: Joep van Oppen/TU Delft)

Ist das Flugzeug der Zukunft ein V? Ein Team der Technischen Universität von Delft in den Niederlanden hat ein Flugzeug mit einer ungewöhnlichen Form gebaut. Bei einem Test hat sich gezeigt, dass ein solches Design fliegen kann.

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Das Team um Roelof Vos hat ein Modell des Nurflügelflugzeugs Flying V gebaut und kürzlich auf einem nicht näher bezeichneten Fliegerhorst in Deutschland erstmals fliegen lassen. Es gelang, das Flugzeug zu starten und diverse Manöver zu fliegen. Rund fünf Minuten hielt sich das zweimotorige Flugzeug in der Luft. Dann waren die Akkus leer und es musste landen.

"Eine unserer Befürchtungen war, dass das Flugzeug einige Schwierigkeiten beim Abheben haben könnte", sagte Vos. Das Problem sei die Gierschwingung oder Holländische Rolle. Zwar hatten die Konstrukteure versucht, in Simulationen das Modell anzupassen, um dieses Problem zu vermeiden. Aber: "Man muss fliegen, um es sicher zu wissen." Tatsächlich traten Gierschwingungen auf, was zu einer etwas unruhigen Landung führte.

Im nächsten Schritt will das Team anhand der während des Fluges gesammelten Daten ein Software-Modell des Flugzeugs erstellen, einen sogenannten digitalen Zwilling, um anhand dessen die Flugeigenschaften zu verbessern. Zudem soll es damit es möglich sein, für die Weiterentwicklung des Flugzeugs einen Flugsimulator zu nutzen.

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Das Flying-V-Modell ist 2,76 Meter lang und hat eine Spannweite von 3,06 Metern. Das aus Verbundwerkstoffen gebaute Flugzeug wiegt 22,5 Kilogramm. Davon entfallen 6 Kilogramm auf die Lithium-Polymer-Akkus, die den Strom für die beiden Mantelpropeller liefern, die jeweils eine Leistung von 4 Kilowatt haben.

Der Nurflügler soll in der Standardkonfiguration so viele Passagiere und Gepäck transportieren wie ein Airbus A350: 314 Fluggäste, die in den Flügeln des V Platz nehmen, die zugleich Tragfläche und Rumpf sind, sowie 160 Kubikmeter an Nutzlast. Dabei sei das Flying-V kleiner als ein A350 und habe weniger angeströmte Fläche und damit weniger Luftwiderstand. Dadurch soll Flying V weniger Treibstoff verbrauchen.

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n0x30n 09. Sep 2020

oder warum fangen die jetzt schon mit der nächsten Schnappsidee an?

MrTridac 09. Sep 2020

Das liegt aber nicht daran, dass es keinen gibt der "was neues" versucht. Die Nurflügler...

dbettac 09. Sep 2020

Turbolenzen sollte man durch Triebwerkssteuerung kompensieren können. Zumindest, solange...

Eheran 08. Sep 2020

Wie Flugzeuge bislang schon. Abgesehen von Zuschlägen zur Sicherheit verzeiht auch das...



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