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Fluxstress und Netdowner: Deutscher Betreiber von DDoS-on-Demand-Servern verhaftet

Der mutmaßliche Betreiber der DDoS-on-Demand-Server Fluxstress und Netdowner ist in Bangkok verhaftet worden. Der Beschuldigte ist erst 27 Jahre alt.
/ Achim Sawall
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Carsten Meywirth, Direktor beim Bundeskriminalamt und Leiter der Abteilung Cybercrime (Bild: BKA / Screenshot: Golem)
Carsten Meywirth, Direktor beim Bundeskriminalamt und Leiter der Abteilung Cybercrime Bild: BKA / Screenshot: Golem

Strafverfolgungsbehörden haben DDoS-Server abgeschaltet und Verdächtige festgenommen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) am 16. April 2026 mitteilten(öffnet im neuen Fenster), fanden 16 Durchsuchungen unter anderem in Polen und Brasilien statt.

Laut der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt soll ein Beschuldigter mit Fluxstress und Netdowner zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste betrieben haben. Der deutsche Staatsbürger befinde sich derzeit in Gewahrsam der thailändischen Behörden. Gegen ihn liege in Deutschland ein Haftbefehl wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betreibens einer kriminellen Handelsplattform im Internet vor.

Laut einem Bericht der Bangkok Post soll sich Noah C. (27) mehrere Jahre lang den Behörden entzogen haben und ist zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und China hin- und hergereist, bevor er sich in Thailand niederließ; die ie Verhaftung sei bereits am 11. April 2026 erfolgt. Die Dienste der DDoS-on-Demand-Plattformen seien in Kryptowährungen wie Bitcoin bezahlt worden.

Mehr als 40 Server abgeschaltet

Laut den deutschen Strafverfolgern wurden mehr als 40 Server mit dem Beschuldigten in "Verbindung gebracht und sichergestellt".

Durch polnische Behörden seien zudem zwei mutmaßliche Administratoren und ein weiterer Tatbeteiligter festgenommen worden. Seit Beginn der Operation Power Off hätten die beteiligten Strafverfolgungsbehörden Hinweise auf mehr als drei Millionen Nutzerdaten mit kriminellen Bezügen gewonnen. Die deutschen Behörden sollen rund 50.000 mutmaßliche Nutzer kontaktiert und sie auf die mögliche Strafbarkeit ihrer Handlungen aufmerksam gemacht haben.

Carsten Meywirth, Direktor beim Bundeskriminalamt und Leiter der Abteilung Cybercrime, erklärte: "Das Betreiben und Nutzen von Stresserdiensten ist strafbar." Benjamin Krause, Leiter der ZIT, erklärte: "Gerade jüngere Beschuldigte, unter anderem in der Gaming-Szene, nutzen häufig Stresserdienste als vermeintlich harmlosen Spaß oder um sich Vorteile in Spielen zu verschaffen." Es müsse klar betont werden, dass es sich um Straftaten handele.


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