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Fluxjet: Angelkajak mit elektrischem Jet-Antrieb vorgestellt

Ein US- Unternehmen hat ein Anglerkajak entwickelt, das mit einem neu gedachten Motordesign ausgestattet ist.
/ Patrick Klapetz
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Collage von dem Anglerkajak und dem Fluxjet-Motor. (Bild: Fluxjet Marine)
Collage von dem Anglerkajak und dem Fluxjet-Motor. Bild: Fluxjet Marine

Die kalifornische Firma Fluxjet Marine(öffnet im neuen Fenster) hat ihren funktionsfähigen Prototyp eines motorbetriebenen Kajaks auf der iCast 2025 Fishing Equipment Expo in Florida/USA (15. bis 18. Juli 2025) vorgestellt. Es ist mit einem elektrischen Jet-Antriebsmodul ausgestattet, das nur 1,8 Kilogramm wiegt.

Elektromotoren helfen Kajaks, Gegenwind und Strömungen zu bekämpfen. Allerdings erhöhen sie das Gewicht, die Komplexität und das Potenzial, sich im Unkraut zu verfangen.

Vor sechs Jahren machten sich Jason Woods, CEO des Unternehmens, und sein Team daran, dieses System zu vereinfachen. Es wurde die Anzahl der verwendeten Teile, die Größe, Kosten und das Gewicht reduziert und gleichzeitig die Leistung gesteigert.

"Wir stellten fest, dass die konventionelle Konfiguration aus Motor plus Antriebswelle plus Dichtungen plus Lager plus Strahlpumpe im Grunde seit mehr als 50 Jahren unverändert geblieben war" , teilt Woods mit(öffnet im neuen Fenster) . "Also setzten wir uns vor ein leeres Blatt und besannen uns auf die Grundprinzipien."

Das Ergebnis: Ein System, dass alle Bauteile ineinander vereint

Alle notwendigen Komponenten wurden in einem Bauteil vereint. Der dabei entstandene Motor kann nahtlos in den Rumpf eines speziell angefertigten Kajaks angebracht werden. Und für Wartungsarbeiten kann der Motor einfach abgebaut werden.

Dieses System verwendet allerdings keinen üblichen Motor, bei dem sich eine Antriebswelle dreht, um ein Laufrad anzutreiben. Hier wurde um das Laufrad herum ein elektromagnetischer Ringmotor gebaut. Es gibt auch keine Lufteinschlüsse, was laut Woods die Vibrationen und Betriebsgeräusche reduziert. Das Design soll die Übertragung des Drehmoments auf die Laufradschaufeln erhöhen und gleichzeitig dazu beitragen, den Motor zu kühlen.

Bei den meisten Düsenpumpen drehen sich die Laufradschaufeln getrennt von den Innenwänden eines unbeweglichen Metallrings, der sie umgibt. Kleine Gegenstände wie Sandkörner können dabei angesaugt werden, sich zwischen den Schaufeln und der Ringwand festsetzen und das Laufrad einklemmen. Das Klingenende kann sich allmählich abnutzen.

Wie sind das Fluxjet-System und das Anglerkajak aufgebaut?

Beim Fluxjet-System sind die Schaufeln dagegen mit dem Ring verbunden, der sich mit dem Laufrad dreht. Es gibt keine Spalten, in denen sich Sand festsetzen kann. Die bewegliche Oberfläche des Spinnrings soll laut Woods zudem dazu beitragen, mehr Wasser durch das System zu drücken. Das steigert die Leistung auf einen kontinuierlichen Wirkungsgrad von 5.000 Watt.

In dem Fluxjet-Anglerkajak wird die Lenkung über zwei kabelgebundene Pedale gesteuert. Diese drehen die vektorgesteuerte Schubdüse des Fluxjet hin und her. Überflüssig wird damit ein Ruder, in dem sich Unkraut verfangen kann oder das auf dem Boden kratzt. Der Gashebel hat die Form eines versenkten Daumenschalters, der im Cockpit zu beiden Seiten des Sitzes montiert werden kann. Die Batterie ist unter dem Sitz.

Das Anglerkajak ist etwa 3,35 Meter lang und 0,89 Meter breit. Es ist 30 Zentimeter hoch und wiegt 40 Kilogramm. Die Akkulaufzeit soll 16 Stunden betragen und das Kajak mit einem 1.000-W-Fluxjet-Antrieb auf 10 km/h beschleunigen können. Bei einem 12-Volt-Trolling-Motor ist eine maximale Beschleunigung von fünf bis sechs km/h möglich. Das Kajak kostet 2.999 US-Dollar.

Eine weitere Einheit, die anscheinend noch nicht auf dem Markt ist, soll eine Leistung von 15 bis 25 kW erreichen. Der sechs Kilogramm schwere Motor soll ein kleines Boot damit auf 32 km/h beschleunigen können.


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