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Boeing-Chef telefoniert mit Trump

In den letzten Tagen wurde der Luftraum für Flugzeuge dieses Typs fast weltweit gesperrt. Die einzig größere Ausnahme davon sind die USA. Laut einem Artikel in der New York Times soll sich Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Dienstag persönlich bei einem Telefonat mit US-Präsident Trump gegen eine vorrübergehende Stillegung der Flotte in den USA ausgesprochen haben.

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Die Einführung von MCAS bei der Boeing 737 MAX ist mit der Einführung größerer, spritsparender Triebwerke verbunden, um noch mit dem Airbus 320 NEO konkurrieren zu können. Um die großen Triebwerke überhaupt an dem alten Flugzeugdesign montieren zu können, mussten sie höher und weiter vorn angebracht werden als je zuvor. Dadurch verschieben sich der Schwerpunkt, die Aerodynamik und die Schubkräfte im Vergleich zu anderen 737-Typen.

Die Nase des Flugzeugs neigt nun dazu, vom Schub der Triebwerke angehoben zu werden, insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten und etwas mehr Gewicht in Richtung Heck des Flugzeugs. Wenn aber der Anstellwinkel eines Flugzeugs im Vergleich zur Flugrichtung zu stark nach oben abweicht, kann es zu einem Strömungsabriss kommen, bei dem die Flügel den Auftrieb verlieren. Das Flugzeug ist dann zwar dennoch stabil fliegbar, aber MCAS wurde entwickelt, um den Piloten die dazu nötigen Gegenmaßnahmen zum Teil abzunehmen und die Steuerung des Flugzeugs zu erleichern.

Ein defekter Sensor führte zum Absturz

Hinter der Fehlfunktion des Systems beim ersten Absturz wurde ein defekter Sensor, der den Anstellwinkel der Nase im Vergleich zur Flugrichtung misst, vermutet. Die Steuerung versuchte dauerhaft, die Nase nach unten zu drücken. Den Piloten des Lion Air Fluges gelang es im Oktober nicht, dieses System zu übersteuern, zumal ihnen auch nicht gesagt wurde, dass MCAS zu einer solchen Fehlfunktion führen kann oder wie es deaktiviert werden kann. Es genügt der Ausfall eines einzigen Sensors, um die Fehlfunktion herbeizuführen.

Selbst wenn dem Piloten diese potenzielle Fehlerursache bekannt ist, muss er innerhalb weniger Minuten möglicherweise das Flugzeug aus einer gefährlichen Fluglage befreien, das Problem unter allen anderen möglichen Ursachen finden, die passende Lösung kennen oder rechtzeitig im Flughandbuch finden - sofern sie dort überhaupt aufgeführt ist - und das Problem beheben.

Das erfordert in der Tat eine große Gedächtnisleistung von den Piloten. Obwohl die Untersuchung des neusten Unglücks in Afrika noch aussteht und auch viele andere Ursachen als MCAS denkbar sind, wurde die Boeing 737 MAX fast weltweit, mit Ausnahme ihres Herkunftslandes, außer Betrieb genommen.

Nachtrag vom 14. März 2019, 0:07 Uhr

Um 20 Uhr MEZ am 13. März 2019 veröffentlichte die FAA eine Bekanntmachung, nach der der Flugbetrieb der Boeing 737 MAX auch in den USA vorläufig eingestellt wird. Die Behörde begründete dies mit neuen Daten aus der Untersuchung des Unfalls.

 Flugzeugabsturz: Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb
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Sarkastius 19. Mär 2019 / Themenstart

Es war gegeben, dass mehr Harnstoffe auf dem Prüfstand eingespritzt werden darf und auf...

led02 18. Mär 2019 / Themenstart

Der Thread auf Twitter fasst in meinen Augen noch einmal ganz gut zusammen, das es alles...

schnedan 16. Mär 2019 / Themenstart

Stand heute liegt für beide Unfälle kein endgültiger Bericht vor, daher gehören die...

Sergeij2000 16. Mär 2019 / Themenstart

Hier noch zwei Links, von denen der zweite das Problem von einer ganz anderen Seite her...

charlemagne 16. Mär 2019 / Themenstart

Der Vorschlag stammt nicht von mir, sondern von einem Piloten: "I have heard from a...

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