Flugzeug: Verbot von Laptops auch auf EU-USA-Flügen möglich

Flüge in die USA könnten bald sehr langweilig werden. Das Department of Homeland Security soll laut dem US-Newssender CBS(öffnet im neuen Fenster) eine Erweiterung des Verbotes für elektronische Geräte in Flugzeugen erwägen. Betroffen wären Flüge von europäischen Ländern einschließlich dem Vereinigten Königreich in die USA.
Während des Flugs sollen Geräte, die größer als Mobiltelefone sind, in die Frachträume verbannt werden. Dazu zählen Kameras, Laptops, Tablets und Spielekonsolen wie die Nintendo Switch . Bisher galt das Verbot nur für Flüge aus Nordafrika und dem Nahen Osten, einschließlich der Türkei.
Bisher noch keine Einigung getroffen
Ungenannte Quellen sagten dem Sender CBS, dass Vertreter der US-Regierung bereits in Gesprächen mit diversen Fluggesellschaften stünden. Allerdings erklärte die US-Sicherheitsbehörde für Transport: "Wir haben bisher keine Entscheidung bezüglich der Ausweitung des Elektronikverbotes getroffen. Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen allerdings kontinuierlich auf Grundlage von Geheimdienstinformationen einschätzen und Änderungen vornehmen, um die Sicherheit von Reisenden zu gewährleisten" .
CBS ergänzt, dass durch eine solche Entscheidung Sicherheitsrisiken an anderen Stellen auftreten könnten. So könnten auf Geräten gespeicherte vertrauliche Daten von Personal während der Gepäckkontrolle durchsucht und missbraucht oder gestohlen werden. Außerdem stelle eine hohe Konzentration an Lithium-Ionen-Batterien im Frachtraum eines Flugzeugs eine erhöhte Brandgefahr da. Solche Batterien waren zuletzt bei Samsung-Smartphones ein Problem , das zu einem großen Medienecho führte.
Das Verbot vom März soll vor terroristischen Bedrohungen schützen
Ursprung des Elektronikverbotes ist eine Entscheidung der US-Regierung vom 20. März, bei der auf Flügen aus nordafrikanischen und nahöstlichen Großstädten, darunter Kairo, Istanbul, Abu Dhabi oder Amman das Mitführen elektronischer Geräte in der Flugkabine untersagt wurde. Schon damals nannten die USA keine genauen Gründe für das Verbot, es basiere auf Geheimdienstinformationen. Im CBS-Bericht(öffnet im neuen Fenster) war lediglich von der "Möglichkeit einer terroristischen Bedrohung" die Rede.



