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Flugzeug: Rolls Royce baut größtes Flugzeugtriebwerk

Die Luftfahrt soll sauberer werden. Rolls Royce will mit einem neuen Triebwerk dazu beitragen. Ein 3,50 Meter großer Demonstrator soll Ende des Jahres fertig sein.
/ Werner Pluta
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Ultrafan von Rolls Royce: Test mit nachhaltigem Kraftstoff (Bild: Rolls Royce)
Ultrafan von Rolls Royce: Test mit nachhaltigem Kraftstoff Bild: Rolls Royce

Das englische Unternehmen Rolls Royce baut das bis dato größte Flugzeugtriebwerk. Es soll sehr viel effizienter sein als bisherige Triebwerke.

Ultrafan nennt Rolls Royce das Triebwerk. Es hat einen Durchmesser von 3,55 Meter. Um Gewicht zu sparen, setzt Rolls Royce Leichtbaumaterialien ein: So besteht das Gehäuse aus einem Verbundwerkstoff. Die Triebwerkschaufeln werden aus Kohlefaser und Titan gefertigt. Dadurch soll sich das Gewicht eines Flugzeugs um bis zu 750 Kilogramm verringern lassen.

Das Triebwerk ist ein Demonstrator, mit dem Rolls Royce Technologien für eine neue Triebwerksgeneration testen will, die gegen Ende des Jahrzehnts verfügbar sei soll. Gefördert wird das Projekt unter anderem von Großbritannien und Deutschland sowie von der Europäischen Union.

Triebwerke sollen effizienter werden

Ziel ist es, effizientere Triebwerk zu entwickeln, die weniger Treibstoff verbrauchen. Der Ultrafan soll 25 Prozent weniger benötigen als die erste Generation des Trent-Triebwerks von Rolls Royce(öffnet im neuen Fenster) .

Die Effizienzsteigerung ist laut Rolls Royce(öffnet im neuen Fenster) wichtig: Die Luftfahrt, gerade auf der Langstrecke, werde noch lange Verbrennungstriebwerke einsetzen. Effizientere Triebwerke belasteten die Umwelt weniger. Sie könnten zudem den Umstieg auf synthetische Kraftstoffe erleichtern. Diese werden nämlich zumindest am Anfang teurer sein als herkömmlicher Jet-Treibstoff.

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Die künftigen Ultrafans sollen skalierbar sein: Die Triebwerke sollen für Standardrumpfflugzeuge mit nur einem Kabinengang und Großraumflugzeuge mit zwei Kabinengängen geeignet sein.

Mit dem Bau der Turbinenflügel hatte Rolls Royce schon vor einem Jahr in Bristol begonnen. Das Getriebe kommt vom Standort Dahlwitz bei Berlin. Das Triebwerk soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Anschließend will das Unternehmen es auf einem neu eingerichteten Prüfstand in Derby testen. Den ersten Testlauf will Rolls Royce mit nachhaltigem Kraftstoff durchführen.


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