Abo
  • Services:

Flugsicherheit: Schönefeld und Tegel erhalten Körperscanner

Die früher stark umstrittenen Körperscanner werden an immer mehr deutschen Flughäfen eingesetzt. Selbst der in (un)absehbarer Zeit schließende Berliner Flughafen Tegel wird noch mit solchen Geräten ausgestattet.

Artikel veröffentlicht am ,
Hinweisschild zu Körperscannern an einem deutschen Flughafen
Hinweisschild zu Körperscannern an einem deutschen Flughafen (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Mit sogenannten Körperscannern zur Kontrolle der Flugpassagiere werden die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel in diesem Sommer ausgestattet. Das berichtete der Berliner Tagesspiegel unter Berufung auf die Bundespolizei. Demnach stellt die Polizei in den beiden Flughäfen jeweils zwei der früher als "Nacktscanner" bezeichneten Kontrollgeräte auf. In Schönefeld werde bereits seit Mitte 2014 ein solcher Scanner bei Flügen nach Israel eingesetzt.

Stellenmarkt
  1. ABUS Security-Center GmbH & Co. KG, Affing
  2. CURRENTA GmbH & Co. OHG, Leverkusen

In Tegel sollen die Geräte am Terminal C verwendet werden, das vorwiegend von Air Berlin genutzt wird. Im klassischen Terminal A, dem Sechseck, sei es hingegen sehr schwierig, die Großgeräte einzubauen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zum einen sei es dort sehr eng, zudem müssten wegen der dezentralen Kontrollen an den Flugsteigen sehr viele Geräte aufgestellt werden. Ein Scanner kostet dem Bericht zufolge rund 160 000 Euro.

Körperliche Abtastung als Alternative

Laut Tagesspiegel war zunächst nicht geplant worden, in Tegel Körperscanner aufzustellen, weil der Flughafen bereits im Jahr 2012 hätte geschlossen werden sollen. Nun habe man umdisponiert, weil Tegel viel länger in Betrieb bleiben müsse, als bei der Planung für das Einführen der Scanner angenommen worden sei. Der neue Flughafen BER soll bereits mit den Körperscannern ausgerüstet sein.

Auf mehreren deutschen Flughäfen wie Hamburg, Stuttgart oder Frankfurt am Main sind inzwischen solche Körperscanner im Einsatz. Die Geräte des Typs Provision ATD und Provision 2 stammen vom US-Hersteller L3 Communications und basieren auf Terahertzstrahlung. Die Privatsphäre der Reisenden soll durch die Scanner nicht verletzt werden - sie zeigen nur eine stilisierte Figur. Mit Markierungen werden die Stellen gekennzeichnet, an denen etwas versteckt wurde. In diesem Fall ist es Aufgabe der Software, Auffälligkeiten zu erkennen. Dies führte in der Vergangenheit zu vielen Fehlalarmen, deren Zahl von L3 nun deutlich reduziert worden sein soll.

Die Bundespolizei weist stets darauf hin, dass die Kontrolle durch den Körperscanner freiwillig sei. Wer dies nicht wolle, werde weiter "herkömmlich" kontrolliert. Dies trifft jedoch nur eingeschränkt zu. Wenn herkömmliche Detektoren nicht als Alternative zur Verfügung stehen, müssen sich die Passagiere einer kompletten körperlichen Abtastung durch einen Mitarbeiter der Flughafensicherheit unterziehen.

Umstritten ist zudem, ob die Geräte tatsächlich alle gefährlichen Gegenstände am Körper eines Reisenden entdecken können. So waren US-Forscher beim Test eines Körperscanners der Firma Rapidscan zu dem Schluss gekommen: Die Geräte mögen zwar nur eine sehr geringe Strahlenbelastung verursachen, lassen sich aber durchaus täuschen und möglicherweise sogar manipulieren.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,99€
  2. 42,49€
  3. 34,99€
  4. 13,49€

plutoniumsulfat 14. Jun 2016

Muss man nicht. Die Wahrscheinlichkeit, an einem von dreien zu sterben, ist ohnehin...

chefin 14. Jun 2016

Wieso sollte der Sicherheitsangestellte das tun? Schonmal geflogen? Weist welcher Trubel...

plutoniumsulfat 13. Jun 2016

Auch nicht ionisierende Strahlung hat eine Dosis. Wie gefährlich diese dann ist, steht...

Eisboer 13. Jun 2016

Das für diesen Quark immernoch Geld ausgegeben wird, unverständlich. Noch nie wurde auch...

herscher12 13. Jun 2016

...das die meisten dieser Kontrollen vollkommen nutzlos sind. Die TSA wurde in den USA...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad A485 - Test

Wir testen Lenovos Thinkpad A485, ein Business-Notebook mit AMDs Ryzen. Das 14-Zoll-Gerät hat eine exzellente Tastatur und den sehr nützlichen Trackpoint als Mausersatz, auch die Anschlussvielfalt gefällt uns. Leider ist das Display recht dunkel und es gibt auch gegen Aufpreis kein helleres, zudem könnte die CPU schneller und die Akkulaufzeit länger sein.

Lenovo Thinkpad A485 - Test Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /