Abo
  • Services:
Anzeige
Darf ungestört im Flugzeug telefonieren: US-Präsident Barack Obama in der Air Force One.
Darf ungestört im Flugzeug telefonieren: US-Präsident Barack Obama in der Air Force One. (Bild: Pete Souza/Weißes Haus)

Flugzeughersteller sehen keine Probleme

Anzeige

Dennoch dürfen die Fluglinien die Geräte nicht ohne weiteres zum Gebrauch freigeben. Das liegt in Deutschland an der Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung, kurz LuftEBV genannt. Diese verbietet prinzipiell den Gebrauch elektronischer Geräte, definiert aber auch Ausnahmen. So dürfen Geräte mit Sendefunktion nur benutzt werden, "solange das Luftfahrzeug an einer Parkposition steht und die Triebwerke nicht in Betrieb sind". Eine Zulassung ist allerdings erlaubt, wenn der Flugzeughersteller die Verträglichkeit der Geräte mit der Bordelektronik "unter Berücksichtigung der verwendeten Frequenzen und Sendeleistungen nachgewiesen hat".

An einem solchen Nachweis dürfte es inzwischen aber nicht mehr scheitern. "Die Nutzung elektronischer Geräte ist in modernen Verkehrsflugzeugen wie von Airbus oder anderen Herstellern technisch kein Problem", sagte Airbus auf Anfrage von Golem.de. Damit sind wieder Fluglinien und Luftfahrtbehörden dran. Gerade bei Letzteren ist in den vergangenen Wochen viel Bewegung bei diesem Thema zu registrieren gewesen.

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat am Montag die Beschränkungen für den Gebrauch von Handys, Tablets und Laptops an Bord von Flugzeugen gelockert. Laut der EASA soll der Flugmodus, den moderne Smartphones und Tablets bieten, in Zukunft ausreichen. Das Telefonieren soll vorerst bei Start und Landung verboten bleiben. In den kommenden Monaten wolle man neue Leitlinien veröffentlichen. Die Behörde hatte sich schon zuvor für eine Lockerung ausgesprochen.

Auf Basis einer ausführlichen Studie sprach sich auch die US-Flugsicherheitsbehörde FAA dafür aus, den Gebrauch elektronischer Geräte in allen Phasen des Fluges zu ermöglichen. Im Gegensatz zur EASA erlaubt die FAA sogar die Nutzung von Geräten mit WLAN-Sendern, wenn die Fluglinie einen Hotspot in der Maschine anbietet.

Schnittstellen sind nicht zu erkennen

Damit tun sich aber gleich neue Probleme auf. Vielen elektronischen Geräten sieht man es nicht an, ob und wie sie drahtlos mit der Umgebung kommunizieren. So gibt es Amazons Kindle-Reader oder Apples iPad mit WLAN oder 3G-Schnittstelle. Rein theoretisch müsste das Kabinenpersonal bei jedem dieser Geräte den Passagier fragen, welche Art von Sender er benutzt. Vor allem dann, wenn WLAN erlaubt, aber die Handynutzung verboten bliebe. Auch bei der Einschaltung des Flugmodus ist die Fluglinie auf die Kooperation mit den Passagieren angewiesen. Da fast alle Passagiere (94 Prozent) laut der genannten Umfrage inzwischen elektronische Geräte mit an Bord bringen, ist eine detaillierte Kontrolle kaum praktikabel.

Derzeit unterscheiden die Fluglinien in der Regel zwischen sendefähigen und nichtsendefähigen Geräten. In den Flugzeugen von Air Berlin gibt es ein Verbot für "jede Art von Kommunikation mittels eines drahtlosen Netzwerks (Wifi, IR, Blue Tooth, UMTS etc.)", wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Dem Betriebshandbuch zufolge müssten alle elektronischen Geräte zum Start und zur Landung ausgeschaltet sein. Für mobile Telefone und Organizer gelte, "dass diese Geräte während des Reisefluges nur im Flugmodus genutzt werden dürfen und vor dem Start und der Landung ebenfalls ausgeschaltet werden müssen". Auch auf Lufthansa-Flügen müssten bislang alle sendefähigen Geräte während des Rollens, Startens und Landens komplett ausgeschaltet bleiben, sagte Unternehmenssprecher Michael Lamberty auf Anfrage. Welcher Gerätetyp für den Flugbegleiter als sendefähig gilt oder nicht, scheint bei den Fluglinien häufig dem Zufall überlassen. Es sei "nicht praktikabel, dass dies einzeln geprüft wird", sagte Lamberty weiter. Daher beziehe sich die Angabe generell auf bestimmte Gerätegruppen. "Im Zweifelsfall muss vielleicht auch mal ein Gerät ausgeschaltet bleiben, denn eine Flugzeugkabine ist natürlich nicht der Ort für eine Fachdiskussion", sagte der Lufthansa-Sprecher.

 Flugsicherheit: Nur Surfen ist schönerHandynutzung soll kommen 

eye home zur Startseite
DASPRiD 15. Dez 2013

Ob die sich jetzt am Telefon oder mit ihrem Sitznachbarn profilieren, macht für dich...

wombat_2 15. Dez 2013

Aber mal angenommen ich möchte während den 12 Stunden bei Golem mal die neusten...

Atalanttore 14. Dez 2013

Die Elektronik von Zügen, Autos oder Schiffen hält das aus. Das die Propaganda vom...

ichbinsmalwieder 13. Dez 2013

Richtig, das haben alle Studien bestätigt. Deswegen soll ja auch das Telefonieren...

vol1 13. Dez 2013

Weil es nur 2-4 Bereiche gibt... Business class + 3x economy. .. Ein ICE hat 12, wenn...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Karlsruhe
  2. Groz-Beckert KG, Albstadt
  3. Dr. August Oetker KG, Bielefeld
  4. KUHN-Baumaschinen Deutschland GmbH, Hohenlinden


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. LG 65" Super-UHD für 1.799,99€ statt 1.988,90€ im Preisvergleich)
  2. 499€ (Vergleichspreis 619€)
  3. (u. a. 20% Rabatt auf ausgewählte FSP-Netzteile)

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Nächste Hololens nutzt Deep-Learning-Kerne

  2. Schwerin

    Livestream-Mitschnitt des Stadtrats kostet 250.000 Euro

  3. Linux-Distributionen

    Mehr als 90 Prozent der Debian-Pakete reproduzierbar

  4. Porsche Design

    Huaweis Porsche-Smartwatch kostet 800 Euro

  5. Smartphone

    Neues Huawei Y6 für 150 Euro bei Aldi erhältlich

  6. Nahverkehr

    18 jähriger E-Ticket-Hacker in Ungarn festgenommen

  7. Bundesinnenministerium

    Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro

  8. Linux-Kernel

    Android O filtert Apps großzügig mit Seccomp

  9. Computermuseum Stuttgart

    Als Computer noch ganze Räume füllten

  10. ZX-E

    Zhaoxin entwickelt x86-Chip mit 16-nm-Technik



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test: 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test
240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  3. Gaming-Bildschirme Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Neuer A8 vorgestellt: Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
Neuer A8 vorgestellt
Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
  1. Autonomes Fahren Continental will beim Kartendienst Here einsteigen
  2. Verbrenner Porsche denkt über Dieselausstieg nach
  3. Autonomes Fahren Audi lässt Kunden selbstfahrenden A7 testen

  1. Re: Wieso?

    blariog | 18:38

  2. Re: Dass SÜ funktioniert erklärt warum der...

    Baron Münchhausen. | 18:34

  3. Computermuseen Deutschland

    MrX. | 18:33

  4. Re: Ich liebe Paint...

    Trollifutz | 18:30

  5. Re: warum kann man die RTT nicht mehr messen?

    Andre_af | 18:29


  1. 16:37

  2. 16:20

  3. 15:50

  4. 15:35

  5. 14:30

  6. 14:00

  7. 13:29

  8. 13:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel