Flugobjekte: FBI ermittelt wegen mysteriöser Drohnen an US-Ostküste
Dem FBI sind in den vergangenen Wochen mehr als 3.000 Sichtungen von unbekannten Drohnen an der Ostküste der USA gemeldet worden. Teilweise sind die Fluggeräte laut Augenzeugen deutlich größer als kommerziell erhältliche Multicopter.
Das FBI ermittele nun in der Sache, wie Associated Press(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Gleichzeitig rufe die US-Regierung auf, sich keine Sorgen zu machen, wie der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) erläutert. Laut dem Heimatschutzministerium soll es sich bei vielen Sichtungen schlicht um verkehrsübliche Flugzeuge handeln. Bei einer Sitzung im Kongress mussten Verantwortliche allerdings zugeben, dass sie aktuell noch nicht wüssten, woher die Drohnen stammten und wer sie steuere.
Vor allem im Bundesstaat New Jersey und angrenzenden Regionen wurden die Fluggeräte gesichtet. In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Spekulationen, dass es sich um Spionage, geheime Militärfluggeräte oder Außerirdische handeln könnte. Die Journalistin Tina Kelley erklärte bei CBS(öffnet im neuen Fenster) , dass es sich um Testflüge eines Start-ups handeln könnte, die nachts flögen, um sich keine Genehmigungen von der Flugsicherheitsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) einholen zu müssen.
Auch trollende Hobbyflieger sind denkbar
Kelley zufolge kann es sich auch um Hobbyflieger handeln, die die Medien und die Öffentlichkeit zum Narren halten. Ein republikanischer Abgeordneter behauptete hingegen, die Drohnen seien von einem iranischen "Mutterschiff" vor der Küste losgelassen worden. Laut den Behörden befindet sich aktuell kein derartiges Objekt vor der Küste der USA.
Der Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, erklärte, man nehme die Sichtungen sehr ernst und verstehe, dass die Menschen besorgt seien. Einigen Augenzeugenberichten zufolge sollen die Drohnen ihre Beleuchtung abschalten, sobald sie gesichtet werden.
Verschiedene Videos zeigen Flugobjekte, die tatsächlich wie größere Drohnen aussehen. Zu erkennen sind Positionslichter, auch die Flugbewegungen erscheinen typisch für Multicopter. Laut eigenen Angaben sind weder das US-Militär noch das Pentagon für die Drohnenflüge verantwortlich.
Einige Flugobjekte sollen sich auch im Luftraum über Militärbasen bewegt haben, was Spekulationen um einen Spionageeinsatz Raum gegeben hat. Tina Kelley zufolge kann es auch sein, dass das Militär neue Drohnen testet – darüber müsste es die Behörden nicht informieren.
Politiker fordert Nachtflugverbot für Drohnen
Ein Senator des Senats von New Jersey, Jon Bramnick, forderte, dass ein eingeschränkter Notstand ausgerufen werden sollte, um Nachtflüge von Drohnen zu verbieten. Der Journalistin Tina Kelley zufolge ist es allerdings fraglich, ob ein Bundesstaat über die Einschränkung des Luftraums entscheiden könnte, da dies normalerweise unter die Jurisdiktion der FAA fällt.
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