Flughafen Stuttgart: Mercedes und Bosch starten vollautomatisiertes Einparken

Das von Bosch und Daimler entwickelte Automated Valet Parking soll erstmals in der Praxis zum Einsatz kommen.

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Der Abstellbereich für das vollautomatisierte Parken am Flughafen Stuttgart
Der Abstellbereich für das vollautomatisierte Parken am Flughafen Stuttgart (Bild: Daimler)

Autofahrer können künftig am Flughafen Stuttgart ihr Fahrzeug vollautomatisch einen Parkplatz suchen lassen. In Zusammenarbeit mit dem Parkhausbetreiber Apcoa soll dort erstmals das vom Automobilzulieferer Bosch und dem Autokonzern Daimler entwickelte Automated Valet Parking (AVP) eingesetzt werden. Derzeit liefen am Flughafenparkhaus die Vorbereitungen für den Pilotbetrieb des Systems, teilte die Daimler-Tochter Mercedes-Benz am 12. Oktober 2020 mit.

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Für die Autofahrer soll das Parken im Parkhaus durch das neue System einfacher werden. Dazu wird den Angaben zufolge hinter der Einfahrt des Parkhauses P6 "ein großzügiger Drop-off- und Pick-up-Bereich eingerichtet". Dann können sie zum Terminal gehen und einchecken, während das Fahrzeug selbstständig seinen Parkplatz sucht. Die Abwicklung des Bezahlvorgangs übernimmt die Plattform Flow von Apcoa.

Voraussetzung für dieses System ist eine entsprechende Ausstattung des Parkhauses mit Sensoren. Im Pilotparkhaus am Stuttgarter Flughafen kommen anstelle der bisher eingesetzten Lidar-Sensoren neue Videokameras von Bosch zum Einsatz. Diese erkennen die freien Parkplätze, überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und erfassen Hindernisse oder Personen auf der Fahrspur. In einer eigens im Parkhaus installierten Computerzentrale wird die Route der Fahrzeuge zum freien Parkplatz berechnet.

Fahrzeuge brauchen keine Sensortechnik

Das bedeutet: Die Fahrzeuge selbst müssen nicht über die erforderliche Sensortechnik verfügen, um autonom durch das Parkhaus fahren zu können. Ein Auto muss jedoch WLAN haben, um mit dem System kommunizieren zu können. Es braucht zudem ein Automatikgetriebe, Schnittstellen zum Antriebsstrang für Lenkung und Bremse sowie ein System zur Schlüsselverwaltung, das es ermöglicht, dass das Auto fährt, obwohl der Fahrer abgeschlossen hat.

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Mit der Vorrüstung für den Intelligent Park Pilot sei die neue S-Klasse für fahrerloses, vollautomatisiertes Parken vorbereitet, hatte Daimler bereits Ende August mitgeteilt. Das entspreche dann der Automatisierungsstufe 4 (SAE Level 4). Damit habe die neue S-Klasse die Technik an Bord, um vollautomatisiert und fahrerlos in mit AVP-Infrastruktur ausgerüsteten Parkhäusern ein- und auszuparken.

Neben den technischen Voraussetzungen müssen laut Daimler auch nationale Gesetze einen AVP-Betrieb erlauben. Diese will das Bundesverkehrsministerium mit einem "Gesetz zum autonomen Fahren in festgelegten Betriebsbereichen" ermöglichen. Allerdings heißt es in einem Arbeitsentwurf, der Golem.de vorliegt, dazu: "Automatisierte private Parkhäuser fallen nicht darunter, sofern hier eine beschränkende Zugangskontrolle stattfindet. Auf privatem Gelände könnte der Eigentümer diese neuen Regeln aber für anwendbar erklären."

Mit einem großen Andrang rechnen die Betreiber daher vorerst nicht. Im Bereich P6 des Parkhauses stehen während der Testphase zunächst zwei Parkplätze für selbstparkende Fahrzeuge bereit. Mit dem Start des künftig geplanten fahrerlosen Serienbetriebs und steigender Nachfrage sollen weitere Parkplätze hinzukommen.

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TrollNo1 14. Okt 2020

Ja, wäre deutlich besser, wenn das Auto dann zum P0 fährt. Oder direkt nach Leinfelden...

TrollNo1 14. Okt 2020

Stimmt, aus der Einfahrt raus und auf den Anhänger ist was ganz anderes als langsam ein...

budweiser 13. Okt 2020

Bringt nur nichts wenn nur wenige Autos das unterstützen. Nach Golem-Logik könnte man...

Backbone 13. Okt 2020

Ich finde solche Ansätze ja immer toll, aber wie siehts denn in der Praxis aus? Mein Auto...



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