Flughafen Leipzig/Halle: Weitere Drohne und Sprengstoff gefunden
Nach dem offenbar gescheiterten Anschlagsversuch auf ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle haben Ermittler weitere Beweise entdeckt. Einem Bericht von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zufolge(öffnet im neuen Fenster) wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen am frühen Abend des 14. August 2026 auf einem Feld in der Nähe des Flughafens eine dritte Drohne gefunden.
Am darauffolgenden Tag sollen die Ermittler an der Fundstelle zudem eine Substanz entdeckt haben, bei der es sich nach ersten Einschätzungen um rund 50 Gramm des hochexplosiven militärischen Sprengstoffs Hexogen gehandelt haben könnte. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft, die in dem Fall die Ermittlungen übernommen hat, wollte sich dem Bericht zufolge nicht dazu äußern.
Antenne und Elektronik gefunden
Der Fundort der Drohne befindet sich demnach in Kabelsketal. Der Ort gehört zum Saalekreis in Sachsen-Anhalt und grenzt unmittelbar an den westlichen Teil des Leipziger Flughafens. Nördlich des Leipziger Flughafens sollen die Ermittler zudem eine technische Konstruktion sichergestellt haben(öffnet im neuen Fenster), die möglicherweise für die Steuerung dieser Drohne genutzt wurde. An einem Baum seien eine Antenne und weitere Elektronik mit Klebeband befestigt gewesen, heißt in dem Bericht.
In der Nähe dieser Fundstelle seien verbrannte Erde und Metallteile entdeckt worden. Die Ermittler halten es dem Bericht zufolge für möglich, dass dort eine Detonation stattfand. Zeugen sollen wenige Stunden vor dem Fund der Sprengstoffdrohne am 4. August 2026 einen lauten Knall gehört haben.
Bei der Sprengstoffdrohne soll es sich laut Ermittlerkreisen um ein speziell konstruiertes Modell handeln: Dieses habe über einen Zusatzakku für eine längere Flugdauer verfügt. An der Drohne sei zudem ein 5G-Router befestigt gewesen sowie zwei SIM-Karten verbaut worden.
Medienberichten zufolge war die Drohne mit einer auf dem Vorfeld stehenden ukrainischen Antonov kollidiert. Die Drohne schlug demnach auf der Tragfläche des Flugzeugs ein, wo sich die Kerosintanks befinden. Zu einer Explosion sei es nicht gekommen. Das Objekt sei von der Tragfläche abgeprallt und auf den Boden gefallen. Nur ein defekter Zünder soll offenbar die Detonation verhindert haben.
Weiter soll unklar sein, wer hinter dem mutmaßlichen Anschlag stecken könnte. Sicherheitskreise gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass russische Geheimdienste in die Planung involviert waren.
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