Flughafen Berlin-Brandenburg: BER-Mitarbeiter bekommen Stromschläge

Wegen elektrostatischer Entladungen an den Gepäckkontrollen brauchten mehrere Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens ärztliche Hilfe.

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Flughafen BER: "ordentlich gepfeffert und geknallt"
Flughafen BER: "ordentlich gepfeffert und geknallt" (Bild: Odd ANDERSEN/AFP via Getty Images)

Neue Panne am Flughafen Berlin-Brandenburg: Mehrere Menschen wurden durch Stromschläge verletzt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat gefordert, die Passagierkontrollen am betreffenden Terminal auszusetzen.

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Der Fehler sei an den Sicherheitsschleusen, an denen das Handgepäck kontrolliert werde, aufgetreten, berichtet der öffentlich-rechtliche Regionalsender RBB. Mehrere Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens, das die Taschen durchleuchtet, hätten bei der Arbeit Stromschläge bekommen. Aber es habe auch zwei Reisende getroffen.

Betroffene mussten ins Krankenhaus

Die Stromschläge hätten bei den Betroffenen starken Schmerzen, Taubheitsgefühle und Benommenheit ausgelöst, teilte Verdi mit. Einige seien mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und anschließend krankgeschrieben worden. Seit der Eröffnung des Flughafens im Herbst kam es laut der Gewerkschaft zu mehr als 60 solcher Unfälle. Allein am 6. Januar habe es elf Fälle gegeben, bei vier sei ein Rettungseinsatz nötig gewesen.

"Ich habe nur noch einen Lichtbogen gesehen und es hat ordentlich gepfeffert und geknallt. Ich hatte keine Verletzungen oder Verbrennungen, musste aber trotzdem ins Krankenhaus und ein EKG machen lassen", erzählte einer der Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens dem RBB. "Kindern stehen schon die Haare zu Berge, obwohl sie nicht dicht an der Anlage dran sind."

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Zuständig für die Geräte ist die Bundespolizei. Sie habe die Geräte in Dezember überprüft und technische Mängel ausgeschlossen, berichtet die Berliner Tageszeitung Tagesspiegel.

Die Bundespolizei erklärte laut der Zeitung die Stromschläge mit elektrostatischen Entladungen. Diese führten "in der Regel zu keinen Verletzungen", teilte die Polizei unter Berufung auf einen Sachverständigen für Elektrostatik mit, könnten aber "Schreckreaktionen verursachen." Die Bundespolizei habe dem Personal an den Geräten Hinweise gegeben, wie elektrostatische Aufladungen vermieden werden könnten, sowie Antistatik-Schlüsselanhänger verteilt.

Die Ursache soll beseitigt werden

Verdi kritisierte das Verhalten des Unternehmens und der Bundespolizei als grob fahrlässig und forderte, die Arbeit an den betroffenen Geräten einzustellen, bis die Ursache gefunden und beseitigt sei. "Außerdem belasten die RTW-Einsätze und die Einlieferungen in die Krankenhäuser das aufgrund von Corona sowieso schon stark angespannte Gesundheitssystem zusätzlich", sagte Benjamin Roscher, Verdi-Landesbezirksleiter für Berlin-Brandenburg.

Bis die Angelegenheit geklärt sei, solle die Passagierabfertigung in das alte Terminal des Flughafens Schönefeld verlegt werden. Die Kapazität sei angesichts der derzeit geringen Passagieraufkommens ausreichend.

Der Flughafen Berlin-Brandenburg wurde nach 14 Jahren Bauzeit am 31. Oktober 2020 eröffnet. Wegen zahlreicher Mängel musste die ursprünglich für 2011 geplante Eröffnung mehrfach verschoben werden. Die Baukosten verdreifachten sich auf rund 6,5 Milliarden Euro.

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Pornstar 13. Jan 2021

Kann ich bestätigen, kommt aber sehr stark darauf an bei welcher Handwerkskammer du deine...

ATmega8 13. Jan 2021

Also, wenn ich gesagt bekomme dass dort hohe Spannungen auftreten, dann frage ich erst...

Fernando-05 13. Jan 2021

Das sind wahrscheinlich Alterserscheinungen. Man sollte den Flughafen in ein Museeum...

ronda-melmag 13. Jan 2021

da bin ich auch drüber gestolpert Schuheinlagen mit Leitband nach aussen macht mehr...



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