Fluggesellschaft: 9 Millionen Easyjet-Kunden von Datenleck betroffen
Bei einem Angriff auf die britische Fluggesellschaft Easyjet haben Hacker Zugriff auf die Daten von rund 9 Millionen Easyjet-Kunden erlangt. Betroffen sind neben den E-Mail-Adressen der Kunden auch die Reisedaten. In 2.208 Fällen konnten die Angreifer auch auf die Kreditkartendaten zugreifen, erklärte Easyjet. Zuerst hatte die BBC berichtet(öffnet im neuen Fenster).
Die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner's Office) wurde bereits über den Vorfall informiert. "Es gibt keine Beweise dafür, dass persönliche Informationen irgendeiner Art missbraucht wurden, aber auf Empfehlung des ICO kommunizieren wir mit den rund neun Millionen Kunden, deren Reisedaten eingesehen wurden, um sie über Schutzmaßnahmen zu informieren, um das Risiko eines möglichen Phishing-Angriffs zu minimieren," erklärte Easyjet.
Bisher habe Easyjet nur die Kunden benachrichtigen können, deren Kreditkartendaten Anfang April gestohlen wurden, erklärte das Unternehmen dem Nachrichtensender BBC. Dieser geht davon aus, dass Easyjet bereits seit Januar von dem Angriff wusste.
"Die Menschen haben das Recht zu erwarten, dass Organisationen mit ihren persönlichen Daten sicher und verantwortungsbewusst umgehen. Wenn das nicht geschieht, werden wir nachforschen und, wo nötig, einschneidende Maßnahmen ergreifen,"erklärte ein Sprecher der ICO. Zudem warnte die Datenschutzbehörde die betroffenen Easyjet-Kunden vor Phishing-Angriffen.
Nach einem Datenleck bei der britischen Fluggesellschaft British Airways forderte die Datenschutzbehörde eine Strafzahlung von über 200 Millionen Euro und damit die höchste Strafzahlung nach der Datenschutzgrundverordnung. Diese ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
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