Autos fliegen

Das Aeromobil 3.0 sieht etwas eleganter aus als Transition, funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip. Es ist 6 Meter lang und als Auto 1,6 Meter breit. Zum Fliegen werden die Tragflächen ausgeklappt - die Spannweite beträgt dann knapp 9 Meter. In der Luft soll das 450 Kilogramm schwere Aeromobil etwa 200 Kilometer in der Stunde zurücklegen, auf dem Boden 160.

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Aeromobil arbeitet schon seit den 1990er Jahren an den Flugautos. Inzwischen sind die Slowaken bei Modell 4.0. Das hat Aeromobil im vergangenen Jahr auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellt. Es wird von einem 4-Zylinder-Verbrennungsmotor mit Turbolader und einer Leistung von 300 PS angetrieben. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 260 Kilometern in der Stunde, die Höchstgeschwindigkeit bei 360 Kilometern in der Stunde. Das maximale Startgewicht beträgt 960 Kilogramm, die Flugreichweite etwa 750 Kilometer. Im kommenden Jahr soll das Aeromobil 4.0 auf den Markt kommen. Der Nachfolger, den Aeromobil im Frühjahr präsentierte, soll ein Senkrechtstarter werden.

Dass das nicht ungefährlich ist - schließlich handelt es sich um Luftfahrt - zeigte sich 2015: Stefan Klein, Gründer von Aeromobil, stürzte mit seinem Gefährt ab. Zum Glück konnte er das Notrettungssystem auslösen, sodass er und das Fahrzeug an einem Fallschirm zur Erde zurückkehrten. Klein blieb unverletzt, aber das Aeromobil wurde beschädigt.

Aber nicht nur zivile Unternehmen, auch das Militär hat die Möglichkeiten von Flugautos erkannt: Fahren ist eine energieeffiziente Fortbewegungsmethode, Fliegen hingegen hilft über unwegsames Gelände hinweg oder ermöglicht eine schnelle Flucht aus einem Hinterhalt. Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, gab deshalb 2010 die Entwicklung eines fahr- und flugfähigen Transporters in Auftrag.

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2014 war ein Prototyp in kleinerem Maßstab fertig und wurde getestet. Der ist jedoch eher eine Kombination aus Multicopter und Auto als eine aus Flugzeug und Auto.

Einen Hybrid aus Tragschrauber und Auto hat das niederländische Unternehmen Pal-V - eine Abkürzung für Personal Air and Land Vehicle - ersonnen. Der Prototyp hob 2012 ab.

Auf der Genfer Automesse Anfang des Jahres stellen die Niederländer das serienreife Modell Liberty vor. Es soll die Zulassung der europäischen Luftfahrtbehörden erhalten und Ende kommenden Jahres auf den Markt kommen.

Wer aber könnte besser ein Flugauto konzipieren als ein Luftfahrtkonzern und ein Automobilhersteller? Airbus und Audi haben zusammen mit dem Designstudio Italdesign das Konzept eines modularen Flugautos entwickelt: Pop-Up besteht aus einer Passagierkabine für zwei Personen, die auf verschiedene Arten fortbewegt werden kann.

So kann sie auf ein Chassis mit Motor und vier Rädern gestellt werden. Dann wird daraus ein Auto, das im Straßenverkehr unterwegs ist. Wird der aber zu dicht oder muss eine eine längere Strecke zurückgelegt werden, kann auf das Dach der Kabine ein Flugmodul gesetzt werden. Es besteht aus vier Doppelrotoren, die die Kabine in die Luft heben und die Insassen zu ihrem Ziel fliegen.

Für ein ähnliches Konzept hat sich auch das US-Unternehmen Airspace Experience Technologies (AirSpaceX) entschieden: Das Lufttaxi Mobi-One besteht aus drei Modulen: der Passagierkapsel, dem Flugmodul und einem Chassis. Der Passagier steigt in die Kapsel, die zuerst zu einem Landeplatz geflogen, dann auf das Chassis gesetzt und von diesem zum Zielort gefahren wird.

Das alles soll autonom, ohne Zutun des Passagiers geschehen.

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 Flugautos und Taxidrohnen: Der Nahverkehr erobert die dritte DimensionTaxis ohne Pilot 
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Anonymer Nutzer 12. Aug 2018

Keiner hat eine Zuse daheim rumstehen.

Wulf 12. Aug 2018

Bei nem Orkan zu fliegen ist nicht möglich. Mit dem Rad kann man auch noch bei nem...

Wulf 12. Aug 2018

Und was willst du damit ausdrücken? Machen Lufttaxen in jenen Megacities mehr oder...

Anonymer Nutzer 11. Aug 2018

weil sie nicht zur Arbeit hetzen müssen? ;) Ne, im Ernst: Vögel verbringen den Großteil...



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